Saab erneut in Not

Saab: Finanzspritze

— 13.10.2011

Geld aus China ist da

Das Hickhack um Saab geht praktisch täglich weiter. Bald sind wieder Löhne und Gehälter fällig, nun ist das versprochene Geld aus China da. Die Bänder stehen seit einem halben Jahr still.

(dpa/cj) Geld aus China hat dem Autohersteller Saab wieder etwas Luft im Dauerkampf gegen die Pleite verschafft. Wie das schwedische Unternehmen am Donnerstag (13. Oktober 2011) in Trollhättan mitteilte, hat das chinesische Autounternehmen Youngman eine "Brückenfinanzierung" bereitgestellt, mit der Saab die zum Monatsende fälligen Löhne und Gehälter für seine 3500 Beschäftigten zahlen kann.     Nach Angaben der Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" soll Youngman 100 Millionen Kronen (11 Mio. Euro) überwiesen haben. Zusammen mit dem Auto-Großhändler Pang Da hat das Unternehmen Saab langfristig umgerechnet 245 Millionen Euro als künftiger Haupteigner zugesagt.

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Saab hat seit April wegen fehlender Produktion praktisch keine Einnahmen. Nach der gerichtlichen Verfügung eines Sanierungsverfahrens unter Gläubigerschutz hatte ein staatlicher Garantiefonds vorübergehend die Löhne und Gehälter gezahlt. Am Mittwoch hatten die Schweden noch eine Verzögerung der Zwischenfinanzierung wegen fehlender Genehmigung durch chinesische Behörden vermeldet. Der Einstieg von Youngman und Pang Da gilt als einzige Hoffnung auf einen neuen Produktionsstart und das Überleben von Saab. Der niederländischer Eigner Swedish Automobile und Pang Da wiesen am 12. Oktober 2011 in einer gemeinsamen Erklärung mit Saab Medienberichte zurück, wonach der Pekinger Autohändler als zweiter Partner abgesprungen sei: "Diese Berichte sind durch ein Missverständnis entstanden." In Stockholmer Medienberichten hieß es, dass möglicherweise Geely an einer Übernahme interessiert sei. Die chinesische Mutter von Volvo wolle aber erst eine Insolvenz abwarten. Saabs derzeitiger Haupteigner Swedish Automobile gab die Gesamtschulden zuletzt mit 769 Millionen Euro an.

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