Saab: Kampf gegen Konkurs — 05.12.2011

Keine chinesische Komplett-Übernahme

Die komplette Übernahme Saabs durch zwei chinesische Autounternehmen ist vom Tisch, lediglich eine Teilübernahme soll es geben. Victor Muller will Eigner bleiben.

(dpa) Der angeschlagene Autohersteller Saab nimmt einen neuen Anlauf beim Kampf gegen den drohenden Konkurs. Der bisherige Mehrheitseigner Victor Muller bestätigte dem Wirtschaftsblatt "Dagens Industri" am Montag (5. Dezember 2011), dass die bisher geplante komplette Übernahme durch die beiden chinesischen Autounternehmen Youngman und Pang Da zu den Akten gelegt sei. Stattdessen solle es nur eine Teilübernahme geben. Muller will nach diesen Angaben mit dem kleinen niederländischen Unternehmen Swedish Automobile als Eigner verbleiben. Statt des Auto-Großhändlers Pang Da solle außerdem eine chinesische Bank einsteigen. Youngman werde nur einen Anteil von 19,9 Prozent anstelle der bisher geplanten 50 Prozent übernehmen. Muller habe damit "seine letzte Karte gespielt", meinte "Dagens Industri".

Lesen Sie auch: Saab-Fans kämpfen gegen GM

Hintergrund der neuen Pläne ist die Weigerung der US-Konzerns General Motors (GM), Lizenzen für eigene Komponenten bei der Saab-Fertigung einem rein chinesischen Unternehmen zu überlassen. Im Stammwerk des schwedischen Autoherstellers liegt die Produktion seit April 2011 still. Wegen der bisher nicht ausgezahlten November-Löhne und -Gehälter drohen bis Ende dieser Woche neue Konkursanträge. Als zusätzliche neue Hürde für Mullers Pläne gilt die Festnahme des bisher an der Saab-Finanzierung beteiligten russischen Finanziers Wladimir Antonow in London. Behörden in Litauen und Lettland werfen ihm die Ausplünderung einer Bank dort vor und verlangen seine Auslieferung.

Überblick: News und Tests zu Saab

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Saab-Verkauf

Kommentare zum Artikel (1)

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Wolfgang
05.12.2011, 19:38Uhr

Die Bose von GM gehören erschlagen und erschossen. Hoffentlich geht GM Pleite. Das sind die letzten Kisten die ich mir kaufen würde. Scheiss Amis.

Seite 1

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