Saab verkauft Spyker

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Saab verkauft Spyker

— 30.09.2011

Spyker wird amerikanisch

Saab will Spyker an den US-Finanzinvestor North Street Capital verkaufen. Angeblich spült der Deal 32 Millionen Dollar in die klammen Kassen der angeschlagenen Schweden.

(dpa/sb) Der niederländische Super-Sportwagenhersteller Spyker soll in die Hände eines US-Finanzinvestors wechseln. Die Mutterfirma des angeschlagenen Autoherstellers Saab will das Sportwagenunternehmen an den US-Finanzinvestor North Street Capital verkaufen. Der anvisierte Preis für die Luxusmarke Spyker liege bei rund 32 Millionen Dollar, teilte Swedish Automobile heute (29. September 2011) mit. Eine entsprechende Übereinkunft mit North Street sei vorläufig, eine Kaufgarantie gebe es zunächst nicht. Der Geschäftsführer von Swedish Automobile, der niederländische Multimillionär Victor Muller, bleibe auch Chef der Sportwagenfirma.

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Mullers Spyker Cars N.V. hatte 2010 die Traditonsmarke Saab von General Motors übernommen und sich dann in Swedish Automobile N.V. umbenannt. Aus dem Verkaufserlös für Spyker sollen laut Mitteilung Schulden bei dem Investmentfonds Tenaci Capital beglichen werden. Ob Muller mit dem Verkaufserlös möglicherweise auch weitere Maßnahmen zur Rettung von Saab finanzieren könnte, blieb unklar. Die "Financial Times" hatte unter Berufung auf den ihr vorliegenden Entwurf einer Mitteilung von North Street berichtet, der Spyker-Deal werde "keine Auswirkungen auf Bemühungen von Swedish Automobile zur Restrukturierung von Saab haben".

Überblick: News und Tests zu Saab

Bei Saab stehen seit Wochen die Bänder still. Allerdings hat am 21. September ein Berufungsgericht in Göteborg einen neuen Anlauf für ein Sanierungsverfahren unter Gläubigerschutz erlaubt. Damit wurde die Gefahr einer Saab-Pleite bis auf weiteres abgewendet. Der in Greenwich (US-Bundesstaat Connecticut) ansässige Finanzinvestor North Street verfügt laut Mitteilung von Swedish-Automobile über die notwendigen Ressourcen, Spyker langfristig zu entwickeln. North-Street-Chef Alex Mascioli gilt als Liebhaber exklusiver Sportwagen. Längere Zeit hatte der russische Geschäftsmann Wladimir Antonow als potenzieller Spyker-Käufer gegolten. Dessen britische Firma CPP-Global Holdings hatte im Februar einem Kauf für 15 Millionen Euro sowie einer gewinnabhängigen zusätzlichen Zahlung von maximal 17 Millionen Euro zugestimmt. Die Verhandlungen darüber wurden jedoch eingestellt.

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