Saab vor dem Aus — 19.02.2009

Insolvenz droht

Saab will angeblich Insolvenz anmelden. Danach soll sich die Traditionsmarke neu ausrichten. Mutter General Motors will die schwedische Tochter verkaufen, findet bisher aber keinen Abnehmer.

Eine Traditionsmarke droht zu sterben: Saab wird möglicherweise am 20. Februar 2009 einen Insolvenzantrag stellen. Das berichten mehrere Medien in Stockholm unter Berufung auf Unternehmenskreise. Saab gehört wie Opel zum akut angeschlagenen US-Konzern General Motors (GM) und steht zum Verkauf. Bisher gibt es aber keine potenziellen Interessenten. Am 18. Februar hatte Schwedens Wirtschaftsministerin Maud Olofsson bereits die Neuordnung des kleinen Autoherstellers nach einem Insolvenzantrag als wahrscheinlichste und beste Lösung genannt. Danach könne man die gesunden Unternehmensteile in anderer Form neu ausrichten. Die Regierung in Stockholm verweigert dem Mutterkonzern GM die erbetenen Kapitalhilfen.

Saab beschäftigt in Schweden etwa 4000 Mitarbeiter. Ob am Firmensitz in Trollhättan jetzt endgültig die Lichter ausgehen, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Für die deutschen Standorte von Opel gab es derweil Entwarnung: Der Mutterkonzern General Motors hat nach Angaben des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) bislang keine Pläne, deutsche Opel-Standorte dichtzumachen. "Es gibt keine Entscheidung zur Schließung von Standorten in Deutschland, auch nicht Bochum", sagte Rüttgers am 18. Februar 2009 in Detroit nach einem Gespräch mit GM-Chef Rick Wagoner. Eine langfristige Bestandsgarantie für die Opel-Werke konnte Rüttgers aber nicht erhalten.

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