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Saab-Zukunft

— 16.05.2011

Neuer Retter aus China?

Neuer Anlauf zur Rettung von Saab: Wieder soll das Kapital aus China kommen. Der Autohändler Pang Da hat sich mit Saabs Eigner Spyker auf 45 Millionen Euro Nothilfe und einen längerfristigen Einstieg geeinigt. Noch ist alles unverbindlich.

(dpa) Der akut vom Aus bedrohte Autohersteller Saab hat zum zweiten Mal einen Partner aus China als möglichen Rettungsanker präsentiert. Wie die niederländische Saab-Mutter Spyker Cars am Montag (16. Mai 2011) in Zeewolde mitteilte, will das Auto-Vertriebsunternehmen Pang Da im eigenen Land im großen Stil Saab-Produkte verkaufen und längerfristig als Teileigner auch neue Modelle für Fernost mitgestalten. Für dringend benötigtes Kapital zum Wiederanlaufen der Saab-Produktion werde Pang Da innerhalb von 30 Tagen zunächst 30 Millionen Euro und danach "unter gewissen Bedingungen" weitere 15 Millionen Euro bereitstellen, hieß es weiter. Mittelfristig will das chinesische Unternehmen dann für 65 Millionen Euro 24 Prozent der Spyker-Aktien übernehmen. Langfristig wollen beide Seiten eine speziell für China entwickelte Marke auf Basis von Saab-Modellen anbieten.

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Der Autohändler Pang Da, der in China unter anderem die Marken Volkswagen, Audi, Mercedes, Toyota, Honda und Subaru vertreibt, war erst Ende April an die Börse gegangen. Mit einem Volumen von rund einer Milliarde US-Dollar (700 Millionen Euro) war es der zweitgrößte Börsengang in China in diesem Jahr. Pang Da war der erste chinesische Autohändler überhaupt, der an die Börse gegangen ist. In Stockholm wurde die Ankündigung überwiegend zurückhaltend aufgenommen, nachdem schon zwei ähnliche Anläufe des früheren Spyker- und jetzigen Saab-Chefs Victor Muller gescheitert sind. Muller hatte vor zwei Wochen eine Einigung mit dem Autohersteller Hawtai aus Peking verkündet. Hawtai zog seine Zusagen wenig später wieder zurück. Zuvor gelang es Muller nicht, den russischen Bankier Wladimir Antonow als kurzfristigen Nothelfer und langfristigen Haupteigner zu etablieren.

Im westschwedischen Saab-Werk Trollhättan mit 3500 Beschäftigten werden seit Anfang April wegen Geldmangels keine Autos mehr gebaut. Im letzten Jahr verließen alles in allem nur noch 32.000 Neuwagen die Fabrik. Saabs heimischer Konkurrent Volvo ist seit dem letzten Jahr fest in chinesischen Händen und schrieb 2010 mit knapp 375.000 abgesetzten Wagen schwarze Zahlen für den Mutterkonzern Geely.

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