Sanierungs-Plan von Chrysler

Sanierungs-Plan von Chrysler

— 14.02.2007

13.000 Jobs weg

Drastische Maßnahmen bei Chrysler: 13.000 Stellen werden gestrichen, das Werk in Newark macht dicht. Bis 2008 soll ein positives Ergebnis her.

Nun ist es amtlich: Bei Chrysler wird knallhart in die Sanierungs-Kiste gegriffen. Der DaimlerChrysler-Konzern streicht bei seiner US-Tochter 13.000 Stellen. Ein Werk in Newark bei New York soll geschlossen werden. Eine Abspaltung von Chrysler aus dem Konzern, über die zuvor spekuliert worden war, ist offenbar vorerst nicht geplant. Chrysler hat im Jahr 2006 einen Verlust von umgerechnet 1,118 Milliarden Euro eingefahren. Ein Jahr zuvor hatte der Gewinn noch 1,5 Milliarden Euro betragen. Als Grund für den Einbruch gilt unter anderem die verfehlte Modellpolitik des US-Herstellers, der zu wenige kleine verbrauchsarme Fahrzeuge im Programm hat und die steigende Nachfrage der Kunden nach diesen Fahrzeuge nicht erfüllen kann. Das sind die Kernpunkte der Jahrespressekonferenz vom 14. Februar 2007.

Mit dem sogennanten "Recovery and Transformation Plan" will Chrysler bis 2008 wieder in die alte Erfolgsspur zurückkehren. DaimlerChrysler-Boss Dieter Zetsche: "Das Chrysler-Team hat einen umfassenden Plan erarbeitet und dabei alle Ressourcen von DaimlerChrysler genutzt. Unser Ziel ist, die bestmögliche Lösung für die Chrysler Group wie auch für DaimlerChrysler zu finden." Künftig will Chrysler mehr kleinere und sparsame Autos anbieten. 2,3 Milliarden Euro werden in die Entwicklung von neuen Motoren, Getrieben und Achsen investiert. Trotz der Chrysler-Misere hat der DaimlerChrysler-Konzern 2006 einen operativen Gewinn von 5,5 Milliarden Euro eingefahren. Im Vorjahr lag der Gewinn bei 5,18 Milliarden Euro. Zur positiven Entwicklung trug vor allem die Mercedes Car Group mit einem Gewinn von 2,415 Milliarden Euro bei.

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