Satellitentelefone

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Satellitentelefone

— 07.04.2008

Hallo aus dem Orbit

Gute Nachrichten für kommunikationsfreudige Globetrotter: Die Kosten für das Telefonieren mit Satellitentelefonen sind deutlich gesunken, die Endgeräte leistungsstärker geworden.

Trotz des weit fortgeschrittenen Ausbaus des GSM-Netzes ist es nicht möglich, überall auf diesem Planeten mit dem Handy eine Verbindung zu bekommen. Nicht nur in Dschungel oder Taiga bleiben weiße Flecken auf der Landkarte, in denen Handys keinen Empfang haben. Wer dennoch in Kontakt zur Heimat bleiben will, muss sich daher eines Satellitentelefons bedienen. Die standen bisher im Ruf, unerschwinglich teuer zu sein: Kein Wunder, kostete ein rund zwei Kilo schweres Satellitentelefon vor zwölf Jahren noch unglaubliche 7000 DM!  Zwischenzeitlich sind die Preise gepurzelt, selbst für ein Motorola-Iridium-Telefon werden nicht mehr als 1700 Euro aufgerufen. Das ist trotzdem nicht ganz billig, sichert aber weltweite Erreichbarkeit. Deutlich günstiger ist die neue Generation der Thuraya-Handys, die bisher aber nur in Europa, Nord- und Mittelafrika und Teilen Asiens funktionierten.

Da jetzt ein dritter Satellit in den Orbit geschickt wurde, erweitert sich die Netzabdeckung auf ganz Südostasien und Australien. Etwas unübersichtlich sind die Kosten für das weltweite Telefonieren. Sie werden in Units pro Minute abgerechnet, von denen 0,95 bis 1,55 pro Minute abgebucht werden, je nachdem, in welches Land man telefoniert. So kostet eine Scratch-Karte mit 39 Units 50 Euro, ein Unit kostet demnach 1,28 Euro, für eine abgehende SMS werden 0,25 Units berechnet.

Komplizierte, aber oft günstigere Tarife als mit dem Handy

Dank Satellitentelefon ist weltweiter Datenaustausch kein Problem.

Bei einem Telefonat nach Deutschland werden 0,95 Units pro Minute abgebucht, was dann einem Gesprächspreis von 1,22 Euro pro Minute entspricht. Bei den derzeitigen Roaming-Gebühren kann das in vielen Ländern günstiger als ein GSM-Handy sein. Zusätzlicher Vorteil: Auf einem Thuraya-Telefon eingehende Gespräche (und SMS) sind grundsätzlich kostenfrei. Eine Thuraya-Prepaid-Super-Sim-Karte mit Rufnummer und 10 Units kostet 149 Euro und ist 360 Tage gültig. Sie verlängert sich um weitere 360 Tage, wenn 99 Units abgebucht werden. Zusätzliche Units können per Scratch-Karte nachgeladen werden. Deutlich günstiger ist die Eco-Prepaid-Sim-Karte, die nur 50 Euro kostet, Verlängerung für 5 Units. Der Nachteil: Sie ist nur in einem Teil der Netzabdeckung (Europa, Afrika und westliches Asien) nutzbar. Nach dem Kampf durch den dichten Tarifdschungel steht der weltweiten Plauderei eigentich nichts mehr im Wege.

Autor: Luitpold Leeb

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