Saturn in Detroit

— 14.01.2008

Ohne Hybrid geht nichts

GM will seine Tochter Saturn scheinbar als Öko-Botschafterin positionieren. Alle drei in Detroit gezeigten Modelle setzen auf Sauberkeit dank Hybridantrieb. Hinter dem Flextreme verbirgt sich die bekannte Opel-Studie.



Dreimal Saturn, dreimal Hybrid. Die General Motors-Tochter dient dem (noch) weltgrößten Autobauer auf der NAIAS in Detroit als Aushängeschild in Sachen Umweltschutz. Nach der Limousine Aura Hybrid und dem bereits bekannten Vue Green Line mit Vierzylinder-Hybrid schieben die Amis jetzt ein Sechszylinder-SUV nach. Der Vue 2-Mode-Hybrid kombiniert einen V6-Direkteinspritzer mit zwei Elektromotoren, die eine Leistung von 75 PS aus einer 1,8 Kilowatt starken 300 Volt-Nickel-Batterie beziehen. Sie sitzt im Kofferraum. Das sorgt für sportliche Fahrleisungen: In knapp acht Sekunden erreicht der Vue Tempo 100, soll aber mit einer Start-Stop-Automatik, Bremsenergierückgewinnung und elektrischer Servolenkung im Stadtverkehr bis zu 50 Prozent Kraftstoff einsparen. Konkrete Verbrauchswerte nennt GM noch nicht. Dabei ist der 2-Mode-Hybrid aus dem Vue hier erstmals in einem Fronttriebler verbaut, bisher wurde das Sytem in Allradlern wie dem Chevy Tahoe oder dem GMC Yukon in Verbindung mit kräftigen V8-Motoren eingesetzt.

2009 setzt Saturn noch eine drauf: Dann kommt der Vue Hybrid als Plug-in-Variante.

2009 setzt Saturn noch eine drauf: Dann kommt der Vue Hybrid als Plug-in-Variante.

Im vierten Quartal 2008 soll der Vue Green Line bei den Händlern stehen. Ein Jahr später will Saturn noch eine Plug-in-Variante nachschieben, bei der sich die Batterie an der heimischen Steckdose mit 110 Volt nachladen lässt. Im reinen Elektrobetrieb soll die Reichweite bescheidene 16 Kilometer betragen. Wie beim Hybrid-Bruder ohne Steckdosenanschluss erfolgt die Kraftübertragung über ein Automatikgetriebe. Der Fahrer kann den Fluss der Kräfte über ein Zentraldisplay überwachen. Die Ausstattung beider Hybrid-Amis ist komplett. Ein Lenkrad mit Bedientasten ist ebenso an Bord wie einen Audioanlage oder ein Tempomat, die Sicherheit gewährleisten sechs Airbags, ABS, ESP, aktive Kopfstützen und eine Reifendruckkontrolle.

Der Saturn Flextreme ist ein Opel

Beim Saturn Flextreme handelt es sich um eine Mogelpackung: GM hat einfach die Opel-Studie von der IAA 2007 bemüht, die Markenlogos der Rüsselsheimer entfernt und durch Saturn-Insignien ersetzt. Die Studie wird befeuert von einem 1,3 Liter großen Turbodiesel und einem 175 PS starken Elektromotor, der mit voll aufgeladenem Lithium-Ionen-Akku eine Reichweite von bis zu 55 Kilometer vollkommen emissionsfrei ermöglichen soll. Bei leeren Batterien springt der Diesel an und lädt die Batterien auf – eine direkte Verbindung zum Antriebsstrang hat der Ölbrenner nicht. Angedockt an einen gewöhnlichen 220-Volt-Anschluss kann der Flextreme in etwa drei Stunden aufgeladen werden. Zusätzliche Mobilität gewährleisten zwei Segways, die sich platzsparend im Heck verstauen lassen.

Hier geht es zur Detroit-Sonderseite 2008!

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