Saubere Diesel auf dem Vormarsch

Saubere Diesel auf dem Vormarsch

— 10.08.2004

Reibach ohne Ruß

Der Diesel-Partikelfilter ist nicht nur ein satter Gewinn für die Umwelt. Für die Hersteller entwickelt er sich zum Milliardengeschäft.

Partikelfilter für Dieselfahrzeuge werden für die Autozulieferer laut einer neuen Studie in den nächsten Jahren ein Milliardengeschäft. Schon mit dem Start der Steuerförderung in Deutschland werde sich der Weltmarkt im kommenden Jahr auf 295 Millionen Euro verdreifachen, erklärte Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Automobilwirtschaft. Im Jahr 2008 werde der Weltmarkt voraussichtlich ein Volumen von 1,1 Milliarden Euro haben – diese Entwicklung biete den Zulieferern große Ertragschancen.

Der Selbstzünder ist vor allem in Europa seit Jahren auf dem Vormarsch. 2003 lag der Diesel-Anteil in Westeuropa bei fast 44 Prozent, in Frankreich sind sogar zwei von drei neu zugelassenen Autos Diesel-Fahrzeuge. Der französische Hersteller Faurecia ist auch Marktführer bei Partikelfiltern – die Tochter des PSA-Konzerns hat laut Dudenhöffer bisher 700.000 Filter hergestellt. Aber auch deutsche Hersteller wie Bosch seien noch rechtzeitig auf den Zug aufgesprungen.

Dudenhöffer rechnet damit, dass sich der Partikelfilter rasch durchsetzen wird. Durch die Steuerförderung in Deutschland werde hier zu Lande schon 2005 jeder zweite verkaufte Diesel mit einem Rückhaltesystem ausgerüstet sein. "Diesel ohne Partikelfilter werden 2005 in Deutschland zum Ladenhüter."

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.