Rußpartikelfilter-Montage

Schadhafte Rußfilter

— 01.02.2008

Musterformular vom Club

Seit Monaten sorgen mangelhafte Nachrüst-Partikelfilter für Schlagzeilen. Ein Musterformular soll helfen, den Anspruch auf Austausch langfristig zu sichern.

Autofahrer, die ihr Diesel-Fahrzeug mit einem mangelhaften Partikelfilter nachrüsten ließen, sollten sich von der Werkstatt eine Bescheinigung unterschreiben lassen. Ein"Musterformular zum Austausch mangelhafter Partikelfilter" gibt es zum Bespiel in ADAC-Geschäftsstellen oder übers Internet. Es soll verhindern, dass der Rechtsanspruch auf Austausch des Filters durch Ablauf der Sachmängelhaftung verloren geht. In dem Formular verpflichtet sich die Werkstatt, den Mangel bis spätestens 1. September 2008 zu beheben oder andernfalls den Originalzustand wiederherzustellen. Verweigert die Werkstatt die Unterschrift, rät der Verkehrsclub Autofahrern, einen Anwalt einzuschalten. Denn die Ansprüche aus der Sachmängelhaftung können schon nach zwölf Monaten verjähren.

Unterschrift sichert den Rechtsweg



Wer das Formular nutzt, hat bei Unterzeichnung durch den Einbaubetrieb laut ADAC die Sicherheit, dass seine Ansprüche nicht durch Ablauf der Sachmängelhaftungsfrist verloren gehen. Nach Ablauf dieser Frist besteht die Möglichkeit, den Rechtsweg zu beschreiten, wenn der Austausch nicht erfolgt. Oft ist eine sofortige Nachrüstung nicht möglich, weil derzeit kein passender Filter auf dem Markt verfügbar ist. Zwar haben der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK) und der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) angekündigt, das Problem unabhängig von der Sachmängelhaftung zu beseitigen, indem die Mitgliedsfirmen die mangelhaften Filter für den Autobesitzer kostenfrei umrüsten. Dabei handelt es sich laut ADAC aber um eine reine Kulanzregelung, die im Zweifel nicht einklagbar ist.

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