Schluss mit Einheits-Elfenbein?

Schluss mit Einheits-Elfenbein?

— 11.07.2002

Freie Farbenwahl für Taxis

Die FDP will die Lackierungsvorschrift für Taxen lockern. Künftig sollen auch rote, blaue oder grüne Droschken erlaubt sein.

Die gesetzlich vorgeschriebene Taxi-Einheitsfarbe "Hellelfenbein" soll farbenfrohe Konkurrenz bekommen. Wenn es nach der FDP geht, dürfen künftig auch blaue, grüne, rote und gelbe Taxen Fahrgäste befördern. In einer Bundestags-Initiative setzen sich die Liberalen dafür ein, die Lackierungsvorschrift für Taxen zu lockern. Grund: Viele Taxiunternehmer beklagen, dass sie beim Verkauf ihrer gebrauchten Autos wegen der langweiligen Einheitsfarbe im Schnitt 4000 Euro Wertverlust hinnehmen müssen. FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich: "Der Bund muss nicht jede Kleinigkeit regeln. Auch bunte Taxis sind für die Kunden am Taxi-Schild auf dem Dach problemlos zu erkennen." Die Bundesregierung prüft den Antrag. Bis es zu einer Entscheidung kommt, können die Taxi-Unternehmen nur verfahren wie bisher: Fahrzeug in beliebiger Farbe bestellen, elfenbein-farbene Taxifolie drüberkleben – und gut is'. Preis der Fummelei, inklusive späterem Ablösen: rund 700 Euro. Die würden die Taxler gern sparen. Und Farbe ins Berufsleben bringen, wie erste Umfragen zeigen. "75 Prozent unserer Fahrer wollen, dass jeder selbst bestimmen kann, welche Lackierung sein Wagen hat", so Peter Kristan, Vorsitzender des Landesverbandes Mietwagen und Taxiunternehmer Stuttgart (700 Fahrzeuge).

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