Schrauber-Tipps

Schrauber-Tipps Schrauber-Tipps

Schrauber-Tipps

— 10.01.2008

Sparen in der Selbsthilfewerkstatt

Auto fahren muss billiger werden – sofort. Das geht: Wer einfache Arbeiten in der Selbsthilfewerkstatt erledigt, kann die Reparaturkosten drücken. AUTO BILD-Redakteur Bernd Volkens gibt Antworten auf zehn wichtige Fragen.

Selbsthilfewerkstätten, gibt es die überhaupt noch? Schon das Wort hört sich schwer nach alternativer Szene und gruppendynamischem Schrauben an morschen Enten und R4 an. Stimmt aber längst nicht mehr. Moderne Selbsthilfewerkstätten haben zwar den Vertragswerkstätten den Kampf angesagt, denken dabei aber eher an finanzielle Vorteile des Autofahrers. Mit Hebebühne, Spezialwerkzeug und kompetentem Personal bieten sie Hobbyschraubern das perfekte Spielfeld. Denn es gibt viele gute Gründe für den privaten Besuch auf der Hebebühne. Sei es der Winterreifen-Wechsel, die Rostvorsorge am Unterboden (siehe Heft 48/2007) oder die preiswerte Reparatur von defekten Fahrzeugteilen. Und wer in Eigenregie repariert, spart nicht nur Arbeitslohn: Preisvergleich beim Teilekauf drückt die Kosten zusätzlich.
Anzeige

Werkstattsuche

Finden Sie die passende Werkstatt

  • Preise vergleichen
  • Kundenbewertungen ansehen
  • Termine online buchen

1. Wie finde ich eine Selbsthilfewerkstatt?

Am einfachsten über eine Internetsuchmaschine, zum Beispiel Google. Aber auch im Branchenbuch unter "Autowerkstätten" finden sich meist Schrauberhallen. Ein weiterer Tipp: Beim Ersatzteilekauf im Zubehörhandel nach einer geeigneten Werkstatt fragen.

2. Wo bekomme ich Informationen her?

Für alle, die viel an ihrem Auto selbst machen, empfiehlt sich ein Selbsthilfe-Handbuch. Neben vielen technischen Details finden sich auch Angaben zu Wartungsintervallen. Hilfreich: guter Kontakt zu einer Werkstatt, denn die haben detaillierte Reparaturanweisungen.

3. Was hat die Werkstatt?

Das kommt auf die nötigen Arbeiten an. Grundausstattung: eine Hebebühne. Bei Schweißarbeiten entsprechend: ein Schweißgerät. Muss lackiert werden, ist eine Lackierkabine sinnvoll. Wichtig: Vor Arbeitsbeginn klären, ob das nötige Werkzeug vorhanden ist.

4. Wer hilft?

Die meisten Selbsthilfewerkstätten reparieren auch im Kundenauftrag. Wird eine Werkstatt mit Kfz-Meister oder -Techniker ausgewählt, steht der im Notfall zur Seite.

5. Wie viel lässt sich sparen?

Eine Stunde auf der Hebebühne kostet zwischen fünf und zehn Euro. Selbst wenn noch eine Leihgebühr fürs Werkzeug dazukommt (ab 0,50 Euro) und Hobbyschrauber für die Reparatur deutlich länger brauchen als der Profi, lassen sich gerade bei Karosse riearbeiten schnell ein paar Hundert Euro sparen. Merke: Je höher der Reparatur-Zeitaufwand, desto größer die Ersparnis.

6. Was für ein Fahrzeug sollte ich haben?

Die Selbsthilfewerkstätten bieten den Hobbyschraubern Spezialwerkzeug.

Der Kauf von Spezialwerkzeug ist zu teuer. Eine Grundausstattung sollte aber an Bord sein. Dazu gehören gängige Schlüsselweiten, Steckschlüsselsatz, Schraubendreher und Inbus. Viele Wagen haben an Verkleidungen mittlerweile Spezialschrauben (z. B. Torx). Steckaufsätze dafür gehören dann ebenfalls in den Werkzeugkasten.

7. Wo kriege ich Teile her?

Am preiswertesten ist der Autoverwerter, etwas teurer der freie Zubehörhandel. Bei Exoten oder weniger gängigen Ersatzteilen bleibt oft nur der Kauf in der Vertragswerkstatt. Wichtig: Sicherheitsrelevante Teile sollten nicht als Gebrauchtteil oder über dubiose Internetquellen gekauft werden.

8. Was sind die schlimmsten Fehler?

Der schlimmste Fehler: Selbstüberschätzung. Wer am Auto schraubt, sollte wissen, was er tut. Muss eine verpfuschte Reparatur von der Fachwerkstatt in Ordnung gebracht werden, wird es teuer. Hobbyschrauber sollten die Finger von Bauteilen wie Bremsen oder Lenkung lassen. Hier muss der Fachmann ran.

9. Woran erkenne ich eine gute Selbsthilfewerkstatt?

Wer bei der Reparatur Mist baut, muss für Folgekosten geradestehen.

Genau wie für die konventionelle Werkstatt gilt: Ein Blick in den Arbeitsbereich spricht Bände. Der sollte hell, aufgeräumt und frei zugänglich sein. Die Hebebühne muss einen Kontrollaufkleber über die bestandene Sicherheitsprüfung haben. Werkzeuge dürfen keine Beschädigungen aufweisen, Isolierungen an Kabeln müssen in Ordnung sein. Ein kompetenter Ansprechpartner sollte immer anwesend sein.

10. Wer haftet bei Schäden?

Wer bei der Reparatur Mist baut, muss für Folgekosten geradestehen. Anders bei den Ersatzteilen: Selbst für Gebrauchtteile vom Verwerter gibt es ein Jahr Gewährleistung. Allerdings darf der Defekt nicht an einem fehlerhaften Einbau liegen.

Tipp von AUTO BILD-Redakteur Bernd Volkens

Der Besuch auf der Hebebühne lohnt: Wie es unter dem eigenen Auto aussieht, wissen nur die wenigsten. Schade, denn der Besuch auf der Hebebühne lohnt. Wer kleine Mängel erkennt und rechtzeitig behebt, erspart sich in vielen Fällen teure Folgereparaturen. Fehlt es an Wissen und Geschick, reicht oft die Hilfe eines Mechaniker-Freundes aus dem Sportverein. Toller Nebeneffekt: Am Auto schrauben macht zu zweit gleich doppelt so viel Spaß.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.