Schriebers Stromkasten, Teil 118

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Schriebers Stromkasten, Teil 118

— 08.03.2011

Grüne Ideen in Genf 2011

Der Autosalon Genf 2011 steckt voller grüner Ideen – und voller Exoten. Selbst ein E-Auto als Straßenbahn ist zu sehen. Und: Nissan will den Leaf möglicherweise später zu uns bringen.

• Ganz Genf ist grün, natürlich, der Genfer Autosalon 2011 ist voll von Elektromobilität. Trotzdem gibt es einen eigenen E-Bereich, den "Grünen Salon". Der wirkt aber eher traurig, ein Zelt mit mehr oder weniger exotischen Exponaten. Wie den Elektro-Jeep, eine China-Kopie, die sich vom Original nicht nur durch die fehlende siebte Kühlergrill-Strebe unterscheidet. 300 sollen in China schon verkauft sein. Sobald er eine Zulassung für Europa hat, will Karl Soong, Chef des Herstellers GreenTech aus Guangzhou, seinen T3 für 9500 Euro anbieten. Viel Glück, Karl! • Die Mia hat sich auf dem Autosalon mit Serien-Innenraum gezeigt. Etwas weniger Apple-Style, aber genauso aufgeräumt wie erwartet. Nur drei Knöpfe, aber Ablageflächen, unter anderem für ein iPad. Ab 1. Juni werden die ersten Modelle ausgeliefert.

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• Der deutsche Zulieferer EDAG aus Fulda zeigte in Genf eine radikale Idee für die Elektromobilität – als Film. Das "Light Car Sharing" ist ein 3+3-Sitzer, man hockt Rücken an Rücken, hinten auf Kino-Klappsitzen. Im Inneren nichts als Lenkrad, Tacho, Blinker. "Man soll das Auto benutzen wie eine Straßenbahn", so Christoph Horvath von EDAG. Nämlich nur per Carsharing. Deswegen kann man den ebenen Innenraum auch "auskärchern", so Horvath. Jetzt wird ein Partner gesucht, der beim Bau eines Prototyps hilft. 

Auf einen Blick: Die Stars beim Autosalon Genf 2011

Wann kommt der Nissan Leaf nach Deutschland? Ohne staatliche Förderung von E-Autos könnte es länger dauern.

• Der Chevy Volt kommt im November, pünktlich zu Chevrolets 100. Geburtstag, zu Preisen ab 41.950 Euro auf den deutschen Markt. Der Plug-in-Hybrid schafft dank Range Extender eine Reichweite von über 600 Kilometern. Das Schwestermodell Opel Ampera startet zeitgleich ab 42.900 Euro. Verzögerung droht dagegen beim Leaf. Nissan verschiebt den für Ende des Jahres angekündigten Marktstart seines Stromers, falls sich die Bundesregierung weiterhin weigert, den Kauf von E-Autos zu subventionieren. Das sagte mir Nissan-Chefstratege Pierre Loing in Genf. Eine Entscheidung, wann der Leaf, den es bereits in vier europäischen Ländern gibt, zu uns kommt, soll im Spätsommer fallen.

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Autor: Hauke Schrieber

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