Schriebers Stromkasten, Teil 127

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Schriebers Stromkasten, Teil 127

— 05.05.2011

Kein Bargeld vom Bund

Es bleibt beim Nein zur (baldigen) Subventionierung von E-Autos durch den Bund. Heidelberg ist da spendabler. Außerdem: ein Stromer bei der Rallye Dakar, ein schneller Peugeot sowie Leaf und Volt im Crashtest.

• In wenigen Tagen wird die Nationale Plattform Elektromobilität ihren Abschlussbericht an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben. Darin haben rund 150 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden Vorschläge zusammengefasst, wie Deutschland das Ziel erreichen kann, Leitmarkt für E-Mobilität zu werden. Ergebnis: Es wird eine stufenweise Förderung empfohlen. Sofort soll die Wirtschaft bei der Forschung und Entwicklung – vor allem der Akkutechnik – vom Staat finanziell unterstützt werden. In einem zweiten Schritt sollen ab 2013, wenn auch deutsche Hersteller Elektroautos anbieten, Kaufanreize geschaffen werden. Finanzielle durch günstigere Dienstwagenbesteuerung, nichtmonetäre durch Busspurbenutzung und kostenlose Parkplätze. Bargeld vom Bund wie in vielen anderen Ländern wird angesichts der leeren Haushaltskasse gar nicht erst gefordert. Sollte sich Elektromobilität tatsächlich durchsetzen, könne die Förderung gegen Ende des Jahrzehnts in einem dritten Schritt wieder zurückgefahren werden, so die Plattform.

Übersicht: Alles zum Thema Elektromobilität

• Die Stadt Heidelberg unterstützt seit Mai den Kauf eines E-Autos mit einem Zuschuss von 1000 Euro. Voraussetzung: ein Ökostromvertrag. Für einen Hybriden mit weniger als 120 Gramm CO2 gibt es 500 Euro. Insgesamt will die Stadt die E-Mobilität aber nur mit 20.000 Euro fördern. • Der Plug-in-Hybrid OSCar e0 aus Litauen fährt 2012 die Rallye Dakar. Rein elektrisch schafft das SUV je nach Etappe zwischen 150 und 300 Kilometer, dann verlängert ein Benziner die Reichweite. • Der Plug-in-Hybrid Chevrolet Volt und das E-Auto Nissan Leaf haben in den USA unabhängige Crashtests bestanden. Bei Front-, Heck- und Seitenaufprall sowie einem provozierten Überschlag gab es Bestnoten. • Der Prototyp EX1 von Peugeot hat einen Rekord für E-Autos auf der Nürburgring-Nordschleife aufgestellt. Der Renner mit zwei E-Motoren (250 kW Leistung) brauchte für die 20,8 Kilometer lange Strecke 9:01,338 Minuten. • Kollege Dietrich Erben von AUTO BILD SPORTSCARS startet am 6. und 7. Mai mit dem E-Rennwagen 7 Selectra von Irmscher beim Bergrennen am Kesselberg und tritt unter anderem gegen Tesla Roadster und Mini E an.

Autor: Hauke Schrieber

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