Schriebers Stromkasten, Teil 141

E-Roadster Elektrus E-Roadster Elektrus

Schriebers Stromkasten, Teil 141

— 18.08.2011

Ein böserer Tesla Roadster

Mit seinem Elektrus will Michael Fröhlich aus Düsseldorf Tesla Motors Konkurrenz machen. Derweil steht das futuristische E-Dreirad Aptera wohl vor dem Aus. Neues aus der Welt der E-Autos.

• Der Düsseldorfer Michael Fröhlich (61), von regionalem Ruhm, weil er im Wald Oldtimer verwesen lässt und im Panzer über die Kö fährt, hat ein E-Auto namens Elektrus gebaut. Basis ist – wie beim Tesla Roadster – der Lotus Elise. Also habe ich mit ihm telefoniert. Hier Auszüge im O-Ton: "Ich mach nix anderes als Tesla, aber mit China-Akkus. Die wiegen nur 150 Kilo, haben aber 30 Prozent mehr Reichweite. 300 Kilometer schafft der locker. Wie? Die Akkus ziehen alle am selben Strang, arbeiten viel effizienter. Die großen Hersteller werden uns das nachmachen. Der Elektrus ist ein Stadtsportwagen, mein Junge. Pfeilschnell, aber für urbane Bedürfnisse. Kein vier Sekunden auf 100 Sachen, sach ich dir. Ich weiß, ich reiß die Schnauze weit auf, aber der Elektrus wird komplett mit Kohlefaser gebaut. Und trotzdem unter 100.000 Euro kosten. Zehn Stück baue ich im Jahr, drei sind quasi schon verkauft. Ganz simpel, so'n E-Auto. Kaffeemaschine auf vier Rädern, sach ich immer. Haste die Bremslichter gesehen? Blaue Kreuze! Kannste bald Probe fahren. Ich meld mich. Tschö."

Übersicht: Hier geht es zu den Greencars

Der "Schluckspecht E" schaffte einen neuen Reichweiten-Welrekord.

• Der Prototyp "Schluckspecht E" der Hochschule Offenburg (kleines Foto) hat einen neuen Reichweiten-Weltrekord für E-Autos aufgestellt. Auf einer Bosch-Teststrecke fuhr das windschlüpfige Vehikel 36 Stunden am Stück mit durchschnittlich 45 km/h und kam mit einer einzigen Akkuladung 1.631,5 Kilometer weit. Der Schluckspecht speichert die Energie in 14 Lithium-Cobalt-Akkus (23 kWh). Für den Antrieb werden zwei Radnabenmotoren verwendet. • Noch in diesem Jahr bringt Ford den Focus Electric in Kalifornien und New York auf den Markt. Über den Preis kann derzeit nur spekuliert werden, er dürfte aber bei rund 35.000 Dollar liegen. Für weitere 10.000 Dollar gibt es eine Solaranlage dazu, mit der rund 3.000 kWh eigener Ökostrom pro Jahr erzeugt werden kann, der für bis zu 1.600 Kilometer Laufleistung pro Monat reicht.

Überblick: Alle News und Stars der IAA 2011

• Erst angekündigt, dann gekillt, nun von den Toten auferstanden: Cadillac will nun doch das Luxus-Coupé Converj als Plug-in-Hybriden bauen. Unterm Blech arbeitet die Weiterentwicklung der Ampera-Technologie Voltec. Start: 2013 oder 2014. • Aus für den Aptera? Die Erfinder des futuristischen E-Dreirads, das aussieht wie ein Flugzeug ohne Flügel, haben alle Anzahlungen von potenziellen Kunden zurückgezahlt. Kein gutes Zeichen. • Opel bietet auf der IAA 2011 (15. bis 25. September) täglich Ampera-Testfahrten auf dem Messegelände an. Interessenten melden sich am Opel-Stand in der "Halle der E-Mobilität" (Halle 4, A23) an. In der oberen Bildergalerie sehen Sie mehr Fotos von dem "bösen Tesla Roadster". Hier geht's zum IAA-Messeführer!

Autor: Hauke Schrieber

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.