Schriebers Stromkasten, Teil 161

— 09.02.2012

Wer wird Schaufenster für E-Mobilität?

Es geht um Image, Innovation – und viel Geld: Deutschlands Regionen kämpfen darum, zum "Schaufenster Elektromobilität" ernannt zu werden. Wir stellen die Favoriten vor.



Nichts geht mehr. Am 16. Januar 2012 endete die Bewerbungsfrist für die "Schaufenster Elektromobilität". Nachdem die Förderung der acht Modellregionen Ende 2011 auslief, soll nun in drei bis fünf mit rund 180 Millionen Euro staatlich geförderten Regionen demonstriert werden, wie E-Mobilität funktionieren kann. Die "Einführung und Etablierung der E-Mobilität in Deutschland" solle ab Juli 2012 drei Jahre lang in diesen Schaufenstern vorbereitet werden, heißt es in den offiziellen Richtlinien. Ziel ist, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen zu haben.

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E-Autos in Deutschland – Januar 2012
Die zuständige Nationale Plattform Elektromobilität, die aus Vertretern von Industrie, Verbänden sowie der beteiligten Ministerien (Verkehr, Wirtschaft, Umwelt, Forschung) zusammengesetzt ist, hofft auf einen "innovativen Wettstreit" unter den deutschen Regionen. Die aussichtsreichsten unter den rund 40 Kandidaten haben sich die Unterstützung von Wirtschaft und Politik gesichert. Ein Überblick:

• Berlin will so etwas wie das Super-Schaufenster werden: 33 Einzelprojekte, 200 Kooperationspartner, darunter deutsche Autobauer und die großen deutschen Stromkonzerne. Allein 500 Smart ED sollen durch die Hauptstadt fahren, außerdem bekommt Berlins Polizei Elektroautos in ihre Flotte. • Hamburg will sich in den kommenden Jahren als wahre Hauptstadt der E-Mobilität etablieren. Die Hansestadt setzt auf die große Nachfrage der lokalen Unternehmen nach E-Mobilität. Bis 2015 sollen über 15.000 E-Autos durch Hamburg fahren. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat das Thema Schaufenster bereits zur Chefsache erklärt. • Niedersachsen setzt bei der Bewerbung für das "Schaufenster Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg" voll auf den VW-Konzern, der ab 2013 erst den E-Up und später den Golf als Blue-e-Motion auf den Markt bringen will.

Alles zum Thema Elektromobilität

• Nordrhein-Westfalen hat sich die Unterstützung von Ford gesichert. Der Autohersteller will bis 2015 allerdings nur 500 E-Autos auf die Straßen bringen. Zentrales Projekt soll die "Route der E-Mobilität" Dortmund–Aachen werden. • Gemeinsame Sache wollen die Freistaaten Sachsen und Bayern machen. Zentraler Partner ist natürlich die BMW AG, die in Leipzig ab 2013 i3 und i8 bauen wird. • Baden-Württemberg setzt darauf, Erfinderland des Automobils zu sein. Die grün-rote Landesregierung hat einen Projektrat ins Leben gerufen. Der betont aber, man gewinne den Wettbewerb nicht "mit links". Eine Jury wird nun die maximal 15 Seiten langen Bewerbungen sichten und im März die drei bis fünf Sieger benennen.

Autor: Hauke Schrieber



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