Schriebers Stromkasten, Teil 173

— 22.06.2012

"Die Chancen für Saab sind gering"

Eine Investorengruppe will Saab zur Elektro-Marke machen. Los gehen soll es mit dem 9-3. Ist das der richtige Weg zur Rettung? Automobil-Experte Stefan Bratzel hat starke Zweifel.

Professor Stefan Bratzel vom Center of Automotive an der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach hat starke Zweifel an einer erfolgreichen Zukunft der Marke Saab. "Die Chancen, aus Saab eine erfolgreiche Elektroauto-Marke zu machen, sind eher gering", sagt der Automobilexperte. Die japanisch-chinesische Holding "National Modern Energy" mit Sitz in Hongkong hat die insolvente Traditionsmarke aus Schweden für umgerechnet rund 200 Millionen Euro mit dem Zielerworben, weltweit Elektro-Saab auf den Markt zu bringen.

Lesen Sie auch: Saab wird Elektro-Marke

Einfach ein neuer Antriebsstrang für den Saab 9-3? Stefan Bratzel glaubt, dass Saab-Traditionalisten dadurch abgeschreckt werden.

Erstes Modell des Konsortiums "National Electric Vehicle Sweden" (NEVS) soll ab 2014 ein auf Elektroantrieb umgebauter alter 9-3 sein. Diesen Plan hält Bratzel für einen Fehler. "Das Tauschen des Antriebsstrangs allein schreckt Saab-Traditionalisten eher ab. Es wäre sinnvoller, ein neues Modell mit eigener Designsprache auf den Markt zu bringen." NEVS soll planen, eine 2011 gezeigte 9-3-Studie auf neuer Plattform als Nachfolgemodell zu bauen – dies aber wohl nicht vor 2017. NEVS will seine Elektroautos vornehmlich in China verkaufen, aber auch weltweit vermarkten. "Aber auch hierfür fehlt mir der Glaube", so Bratzel. "Dazu braucht man mehr als nur eine globale Marke wie Saab."

Grüne Zukunft: Hier geht es zu den Greencars

Autor:

Hauke Schrieber

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare zum Artikel (9)

Erstellt

Inhalt

Melden

EinInstitut?
27.06.2012, 09:37Uhr

Jaja, dieser Herr Bratzel ist ein ausgemachter Automobil-Experte. Sein seltsamer "Automotive Innovations Award" erweist sich als völlig gegenstandslos, seine Organisation nennt er "Institut", obwohl es weder juristisch noch wissenschaftlich eines ist. Damit ist der Herr Professor natürlich eine zitierfähige, empfehlenswerte Quelle ...

siehe: http://www.autoaid.de/blog/kommentar-verleihung-automotive-innovations-awards-2012/

mersdonk
26.06.2012, 13:46Uhr

Erzählen Sie mal ihren Freunden, dass sie einen Saab haben. Einen S-A-A-B. Einen was?

Kling wie ein zischender Seufzer. Ich würde für ein neues Auto eine neue Marke kreieren mit neuem Namen:

"Elevando";)

In den vergangenen 25 Jahren scheiterten sämtliche Versuche Saab's, ein Auto, was den Geschmack viele Käufer trifft, zu entwickeln. Darüber sollte man mal nachdenken.

Der Inder
25.06.2012, 15:36Uhr

Die Namensrechte von Rover gehören neben Jaguar Tata und die sind in Indien daheim. Bei beiden Firmen gibt es mittlerweile weniger Retro aber durchaus interessante Modelle (XF, XJ, F-Type, Evoque). Eine solche Entwicklung wäre Saab nur zu wünschen. Immerhin sind die treuen Fans der Marke ja abgewandert als ihnen "normale" Standardware anderer Hersteller als Saab verkauft werden sollte.

Xavier
25.06.2012, 09:48Uhr

"Working on a dead horse" - Eine Leiche wird nicht lebendig, wenn man sie mit neuen Attributen schmückt.

Tommy
24.06.2012, 15:21Uhr

Samt diesel range extender konnte es klappen. Heute gibt es noch kein premium marke mit range extender elektroantrieb.

Im praxis nutzt man ein auto namlich auch zum brotchenholen und gerade da punktet elektroantrieb. Fur das ubrige ist die kleine diesel gut. Und zum uberholen helft elektro wieder.

Seite 1 2

Kommentar verfassen

  • Anmelden
  • Registrieren
Sie haben noch 800 Zeichen übrig
Anzeige

Versicherungsvergleich

Neuwagen

Porsche 911

Neuwagen deutlich
unter Listenpreis

Porsche 911 Neuwagen-Angebote

Gebrauchtwagen

Saab Gebrauchtwagen-Angebote

Saab

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige