Ausgebrannter BYD e6

Schriebers Stromkasten, Teil 178

— 16.08.2012

Gutachten entlastet BYD

Was löste den Brand beim Unfall eines chinesischen Elektro-Taxis aus, bei dem drei Menschen starben? Ein Gutachten entlastet jetzt den Hersteller BYD und dessen Akku. Doch Fragen bleiben.

Chinesische Sachverständige haben den Automobil- und Batteriehersteller Build Your Dreams (BYD) entlastet. Die sechs staatlichen Institutionen hatten den Feuerunfall des Elektro-Taxis BYD e6 am 26. Mai 2012 in Shenzhen untersucht, bei dem die drei Insassen des E-Autos ums Leben gekommen waren.

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Die Gutachten lesen sich nun so, wie es sich die E-Mobilität nur wünschen konnte: Der 72 kWh große Lithium-Eisenphosphat-Akku sei bei dem Unfall nicht explodiert, lautet ein Ergebnis der Untersuchungen. Vielmehr sei es durch den Aufprall eines Nissan GT-R mit 180 km/h ins Heck des e6 zu einem Kurzschluss gekommen, infolgedessen leicht entflammbares Material im Innenraum des chinesischen Autos entzündet wurde. Der Aufprall habe das E-Auto im Heck um fast einen Meter eingedrückt; der Hochvolt-Sicherungskasten sei dabei fast vollständig zerstört worden. Die große Batterie habe beim Aufprall sogar noch als Puffer gedient.

Mehr Infos: Wer ist Schuld am Akku-Brand?

Batterieforscher Matthias Leuthold von der RWTH Aachen hält sowohl die Gutachter als auch deren Ergebnisse für seriös. "Wenn es tatsächlich zu einem Kurzschluss vor der Sicherung gekommen ist, entsteht eine sehr große Hitze", erklärt Leuthold. Allerdings müsse man fragen: Wenn nicht der Akku die Brandursache gewesen ist, welche Schwachstelle habe der BYD e6 dann? Und vor allem: Wie unabhängig waren die unabhängigen Experten tatsächlich? BYD entwickelt mit Daimler das E-Auto Denza.

Alles über alternative Antriebe: Hier geht es zu den Greencars

Autor: Hauke Schrieber

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