Schriebers Stromkasten, Teil 184

Exagon eGT Exagon eGT Venturi America

Schriebers Stromkasten, Teil 184

— 05.10.2012

E-Power mit Starkstrom für den Strand

Stromer versprechen günstigen Unterhalt. Der Anschaffungspreis kann aber durchaus exorbitant sein. Das demonstrieren der Exagon eGT und der Venturi America auf dem Autosalon Paris. Dafür gibt's aber auch reichlich Power.

Meine Kollegen Stefan Voswinkel und Joachim Staat sahen sich für mich auf dem Pariser Automobilsalon in Sachen E-Mobilität um – und fanden nur wenig Neues. "Wie schon in Genf fehlte auch in Paris der richtige Schwung bei den E-Autos", berichtete mir Kollege Voswinkel. Der dann aber doch einen Messesstand entdeckte, der ihn überraschte. Darauf parkte der eGT des französischen Herstellers Exagon Motors. Ein schicker Elektro-Sportwagen mit Design-Zitaten von BMW (Heck) bis Jaguar (Front). Angetrieben von zwei E-Motoren von Siemens mit je 148 kW Leistung und einem Drehmoment von 516 Nm, ist der eGT sicherlich kein Stromsparer. Das konnte die Kapazität des Lithium-Ionen-Akkus von satten 53 kWh ausgleichen, die für eine Reichweite von über 300 Kilometern sorgen soll. So viel Batterie klingt teuer, was aber eigentlich auch egal ist, da die Fahrgastzelle aus Carbon besteht. Das alles macht das Auto rund 200.000 Euro teuer. Dennoch will Exagon im nächsten Frühjahr erste Autos auf die Straßen bringen, zunächst als rein elektrische Version, später auch mit Range Extender.

Überblick: Die Stars vom Autosalon Paris 2012

Der America von Venturi soll ab 2014 lautlos über die Strände Kaliforniens und Südfrankreichs rollen. Aber wer zahlt dafür 300.000 Euro?

Vielleicht fahren die dann ja durch Monaco. Von dort kommt der America, das neueste Modell des Extrem-Kleinserienbauers Venturi. Der Flitzer ist die Buggy-Version des Modells Fetish, das seit 2004 nur ein Dutzend Mal verkauft wurde. Jetzt will Venturi Kunden in Kalifornien gewinnen und lackiert die Kohlefaserhaut grellbunt. Der 220-kW-Elektromotor beschleunigt den America auf in Amerika verbotene 200 km/h. Die angegebene Reichweite von 300 Kilometern gilt sicher nicht für den Strand, sondern nur "wenn man konstant Tempo 90" fährt, wie eine Venturi-Sprecherin erklärt. Ab 2014 sollen 100 Stück gebaut werden – falls sich genug Beach Boys finden, denen es 300.000 Euro wert ist, ganz ohne Abgase den Strand entlangzucruisen.

Autor: Hauke Schrieber

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.