Schriebers Stromkasten, Teil 209

— 04.07.2013

Fünf Jahre Stromkasten!

Der Stromkasten feiert Jubiläum! Hauke Schrieber zieht Bilanz zum Thema Elektroauto – und erinnert an fünf spannende Jahre zwischen Pionieren und Pleiten.



Mit dieser Ausgabe wird die Rubrik Stromkasten fünf Jahre alt. Geboren im Juli 2008, um die immer größere Zahl an Meldungen zum Thema Elektromobilität zu bündeln. Vieles ist seit den rund 250 Kolumnen geschehen. Begriffe wie Plug-in-Hybrid, Reichweitenverlängerer oder Lithium-Ionen-Akkus gehören mittlerweile zu den gängigen Vokabeln in der Automobilwelt.

Übersicht: Alles zum Thema Elektromobilität

Erfolg und Scheitern der Elektromobilität: Bereits 2011
durfte Hauke Schrieber das Model S von Tesla in Kalifornien testen.

Doch viele der hier vorgestellten Firmen scheiterten mit ihren ambitionierten Projekten. Manche vorhersehbar wie das Schweizer Plug-in-Auto Mindset. Andere nach langem Kampf wie der Dienstleister Better Place. Trotz eines wunderbaren Autos und bedauerlicherweise: Fisker. Wieder andere, wie Mia Electric, kämpfen noch. Doch ausgerechnet jene kleine Garagenfirma, mit der alles begann, hat es als einziges Startup wirklich geschafft: Tesla Motors. Was aber fast alle eint, die E-Mobilität als Geschäftsfeld entdeckten, war die Vision einer automobilen Revolution: Autofahren ohne lokale Emission, ohne Abhängigkeit vom Öl, ohne Lärm. Es sind Vordenker wie Tesla-Chef Elon Musk, wie Henrik Fisker, Ulrich Kranz von BMW oder der deutsche E-Auto-Pionier Sirri Karabag, die mich mit ihrem Mut, das Auto, wie wir es kennen, infrage zu stellen, nachhaltig beeindruckten.

Tesla-Vorstand JB Straubel: "Eine große Reichweite ist Pflicht"

Test der Akkuwechselstation von Better Place in Kopenhagen: Dessen Gründer Shai Agassi war der radikalste Vordenker – aber er scheiterte.

Elektromobilität war vor fünf Jahren auch in der Redaktion von AUTO BILD nicht unumstritten. Ein Kollege, inzwischen längst in Ruhestand, sagte nach meinem ersten Bericht über den Tesla Roadster mit Bestimmtheit: "Das Elektroauto kommt nie!" Inzwischen sind in unserer Testwagengarage Stellplätze mit Ladesäulen eine Notwendigkeit. Dabei nimmt die E-Mobilität jetzt erst Fahrt auf. Die Euphorie ist einem gesunden Realismus gewichen. Um voreilig definierte Ziele wie die eine Million Elektroautos, die 2020 auf unseren Straßen fahren sollen, darf es nicht gehen. Sondern um die wachsende Erkenntnis unter Herstellern wie Autofahrern, dass die Elektrifizierung des Autos aus ökologischer wie ökonomischer Sicht ein wichtiger Schritt in die Zukunft ist – auch jenseits des politischen Drucks neuer CO2-Grenzwerte.

Elektroautos 2013/2014

Es ist keine überaus gewagte Prognose: So wie es in 20 Jahren vielleicht nur noch wenige Zeitungen und Zeitschriften auf bedrucktem Papier geben wird, so wird es in zwei Jahrzehnten nur noch wenige, dafür exklusive Neuwagen geben, die ausschließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben werden. Und so wie es heute Oldtimertreffen gibt, wird es dann Treffen der Besitzer von Autos ganz ohne Elektromotor geben – wahrscheinlich an einer der inzwischen immer selteneren Tankstellen.

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Autor: Hauke Schrieber

Stichworte:

Elektromobilität

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