Schriebers Stromkasten, Teil 61 — 26.11.2009
Chinas E-Daimler
Neues aus der Welt der alternativen Antriebe: das erste E-Auto von Daimler-Partner BAIC aus China, ein Leasingangebot aus Solingen und teure Tarife für E-Mobilität vom Stromerzeuger RWE.
• Mit 1,4 Milliarden Euro will die Bundesregierung die Elektromobilität fördern. Zum Vergleich: Die
US-Regierung gibt fast 17 Milliarden. Und China? Das Reich der Mitte baut E-Autos. • Daimlers chinesischer Partner BAIC stellt sein erstes Elektroauto vor. Der BE701 soll ab 2010 in Großserie gebaut werden. Reichweite der Limousine: 200 Kilometer. • Die Solinger Firma Drive CarSharing hat das französische E-Wägelchen "Mega e-City" im Programm. An sechs Standorten sollen Fahrzeuge zur Verfügung stehen. Die Kosten für einen Tag im E-Auto betragen 55 Euro (pro Stunde 5,55 Euro) plus 0,05 Euro Strompauschale pro Kilometer. Der Mega, der auch schon durch London fährt, kann auch für 400 Euro geleast und nach drei Jahren zurückgegeben werden. Das E-Auto, das nur für den Stadtverkehr geeignet ist, hat eine Reichweite von 80 Kilometern und erreicht bis zu 64 km/h. Infos unter
drive-ecity.de.
• In größerem Stil bietet RWE ab März 2010 die E-Mobilität an. Dann können
Elektro-Versionen vom Fiat 500 und
Fiat Fiorino gefahren werden. Nun stehen die Preise fest: Die Leasingrate beträgt bis 30. Juni 2011 zunächst 899 Euro, danach 1399. Eine Ladebox kostet 69 Euro Miete im Monat, eine Ladesäule 199. RWE-Autostrom kostet 22 Cent/kWh. Wer einen umgebauten Fiat 500 kaufen will, zahlt satte 61.500 Euro (inklusive Ladebox).
Kommentare zum Artikel (2)
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Wo kommt denn der Strom her?? aus der steckdose.. haha
Kohlekraft und Atomkraft..sehr sauberer und nachhaltiger weg!!
Elektromobilität ist dann sinnvoll wenn man das auto während der Arbeitszeit auf dem Parkplatz des Arbeitgebers via Photovoltaik aufladen kann!
Es ist lobenswert, dass über alternative Antriebe von Kfz nachgedacht und experimentiert wird. Ebenso lobenswert ist, die Forschung dabei kräftig zu unterstützen. Aber viel wichtiger ist, zuvor die Energiegewinnung aus der Sonneneinstrahlung voranzutreiben. Der Betrieb von Elektroautos mit Strom aus aktuellen Kraftwerken ist m.E. kompletter Irrsinn. Emissionsverlagerung kann wirklich kein ernsthaftes Ziel sein.