Michael Schumacher

Schumacher-Comeback

— 16.12.2009

Kein Testwagen für Schumi

Michael Schumachers F1-Comeback wird immer wahrscheinlicher. Doch ob er den gesundheitlichen Anforderungen standhalten kann, ist noch unklar. Für einen aufschlussreichen Test fehlt das passende Auto.

Teamchef Ross Brawn ist derzeit noch auf Sponsorensuche in den USA. Deshalb soll Michael Schumacher erst im Januar bei Mercedes als neuer Fahrer verkündet werden. Über einen Einjahresvertrag ist man sich inzwischen aber offenbar einig. An den Details arbeiten die Anwälte. Doch noch immer ist unklar, ob Schumis bei einem Motorradunfall im Februar verletzter Nacken den Fliehkräften und den Schlägen durch Bodenwellen überhaupt standhalten kann. Im Sommer war sein Comeback im Ferrari daran noch gescheitert. Das Problem: Offizielle Testfahrten sind erst wieder im Februar erlaubt. Das Regelwerk ermöglicht zwar Ausnahmen. Doch dafür bekommt Schumi kein Auto! Oder er müsste schleichen.
Variante eins: ein PR-Test im Dezember. Mit speziellen Reifen und gedrosseltem Speed dürfte Schumi noch in diesem Jahr mit dem aktuellen Brawn-Mercedes fahren. Voraussetzung: Der Test muss PR-Charakter haben und unter dem Vorwand von Film- oder Fotoaufnahmen bei der FIA angemeldet werden. Problem: Schumi müsste mit angezogener Handbremse fahren. Das bringt aber keine absolute Gewissheit.

Überblick: Alle News und Tests zu Mercedes

Bereits im Sommer testete Michael Schumacher einen 2007er Ferrari in Mugello.

Variante zwei: ein Test im mindestens zwei Jahre alten Auto. Wie vor seinem ersten Comebackversuch im Sommer in Mugello könnte der Rekordweltmeister noch im Dezember mit einem Renner aus dem Jahr 2008 seine Nackenmuskulatur prüfen. Das Problem: Mercedes GP könnte zwar auf ein zwei Jahre altes, im Erdkugel-Design lackiertes Honda-Chassis zurückgreifen. Doch beim Verkauf an Ross Brawn haben die Japaner alle Motoren eingezogen. Deshalb hat man in Mercedes-Kreisen schon über den aktuellen Motorenkunden Force India nachgedacht. Doch deren Renner aus dem Jahr 2007 ist ein Spyker-Ferrari. Und wie im Honda-Fall musste Spyker Ende 2007 alle geleasten Ferrari-Motoren zurückgeben. Ein kurzfristiger Einbau eines Mercedes-Triebwerks ist technisch viel zu aufwändig. Bleibt eine Fahrt im alten Ferrari, wie sie Felipe Massa diese Woche in Mugello absolviert. Doch AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr aus Ferrari-Kreisen: Die Italiener werden Schumi kein Auto zur Verfügung stellen. "Da müsste er schon Mercedes fragen", hört man aus Maranello. Mercedes selbst könnte noch bei Ex-Partner McLaren anklopfen. Immerhin waren die Stuttgarter bis dato Hauptanteilseigner des englischen Rennwagenbauers. Doch zwischen den Ex-Partnern herrscht Krieg. Ron Dennis würde Mercedes auslachen, wenn Haug um den 2007er-McLaren bitten würde. Es scheint also, als müsse Schumi noch bis Februar warten.

Autor: Bianca Garloff

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