michael schumacher

Schumacher-Comeback

— 18.12.2009

Regel-Lücke ermöglicht Schumi-F1-Test

Das Comeback von Michael Schumacher scheint beschlossene Sache zu sein – Testfahrten waren für den Rekordweltmeister bislang tabu. Eine Lücke im Regelwerk soll das jetzt ändern.

Noch immer weiß niemand, ob Schumis Nacken der Belastung im Formel-1-Auto standhält. Formel-1-Tests sind für Mercedes offiziell erst wieder im Februar erlaubt. Für eine erlaubte Probefahrt in einem zwei Jahre alten Formel-1-Renner fehlt Schumi das Auto. Zuletzt wurde deshalb über eine GP2-Fahrt auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi spekuliert, wo Daimler- und MercedesGP-Anteilseigner "Aabar" beheimatet ist. Doch der rund 650 PS starke Renner der F1-Nachwuchsserie kann die Belastungen in einem Formel-1-Auto nur unzureichend simulieren.

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Nico Hülkenberg glaubt an die Konkurrenzfähigkeit von Michael Schumacher.

Nico Hülkenberg (22), amtierender GP2-Meister, Williams-F1-Pilot und Schützling von Schumi-Manager Willi Weber, erklärt gegenüber ABMS: "In einem GP2 könnte Michael seinen Nacken nur bis zu einem gewissen Punkt testen. Das Auto ist etwa drei Sekunden pro Runde langsamer. Die Brems- und Querbeschleunigungskräfte sind nicht ganz so extrem. Formel 1 ist noch einmal ganz etwas anderes."
AUTO BILD MOTORSPORT erfuhr: Eine Lücke im Regelwerk könnte dennoch einen Formel-1-Test ermöglichen.

Toro Rosso potentielles Schumi-Team

2006 fuhr Rekordweltmeister Michael Schumacher sein vorerst letztes Formel-1-Rennen.

Hintergrund: Alle neuen Teams dürfen schon im Januar erstmals ihre Autos testen. Darauf hat sich die Teamvereinigung FOTA nach Informationen von AUTO BILD MOTORSPORT geeinigt. Das heißt: Campos Meta, Virgin, Lotus und USF1 dürften Schumi zu Jahresbeginn ein Auto zur Verfügung stellen. Sogar bei Toro Rosso-Ferrari könnte der Rekordweltmeister anfragen. Denn: Bisher hat Red Bull Technology unter der Leitung von Adrian Newey sowohl die Autos für Red Bull Racing als auch die Renner für das Red Bull-Juniorteam konstruiert. Das ist ab 2010 verboten. Deshalb müssen die Italiener in Faenza erstmals eigenständig ein Auto entwickeln. Das macht Toro Rosso zum Konstrukteurs-Neuling. Und zum potentiellen Schumi-Team für einen Tag.

Hülkenberg glaubt an sein Idol

Egal, wo Schumacher testet. Unterschreibt er tatsächlich bei Mercedes, glaubt Nico Hülkenberg an sein altes Vorbild: "Ich denke schon, dass Michael noch schnell und konkurrenzfähig sein wird. Es ist natürlich eine andere Situation. Er ist drei Jahre nicht gefahren. Aber er hat wieder ein gutes Team und ein gutes Auto. Ausserdem hat er Ross Brawn und Mercedes hinter sich, wenn er fährt. Und damit wieder ein exzellentes Paket." Doch der Williams-Pilot räumt auch ein: "Die Dichte an sehr guten Fahrern in guten Autos hat zugenommen, seit Michael aufgehört hat. Jetzt muss er sich gegen einen Lewis Hamilton, Sebastian Vettel, Nico Rosberg, Jenson Button, Fernando Alonso und Felipe Massa durchsetzen. Vier Teams und damit acht Piloten haben wahrscheinlich das Potenzial um Siege zu kämpfen. Da hat Michael schon ein paar mehr Gegner als damals."

Autoren: Bianca Garloff, Ralf Bach

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