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Schumachers Krankenakte: Mutmaßlicher Dieb tot

— 06.08.2014

Mutmaßlicher Dieb tot aufgefunden

Der mutmaßliche Dieb von Michael Schumachers Krankenakte wurde in Zürich tot in seiner Zelle aufgefunden. Er hat sich im Polizeigefängnis erhängt.

(dpa/brü) Die Züricher Staatsanwaltschaft hielt ihn für den Dieb der Krankenakte von Michael Schumacher: Einen Tag nach seiner Festnahme wurde ein hochrangiger Mitarbeiter der Schweizerischen Rettungsflugwacht (Rega) am 6. August 2014 erhängt in seiner Zelle aufgefunden. Die Schweizer Polizei geht von einem Suizid aus. Eine Dritteinwirkung könne nach ihren Erkenntnissen ausgeschlossen werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Mittwoch.

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Ende Juni waren medizinische Unterlagen zum Fall Schumacher der Presse zum Kauf angeboten worden.

Ein Wärter des Polizeigefängnisses von Zürich hatte den Leichnam des Mannes am Mittwochmorgen entdeckt. Die Ermittlungsbehörde hatte gegen ihn ein Strafverfahren wegen Verletzung des Berufsgeheimnisses eröffnet, nachdem sowohl die Rega als auch die Familie Schumacher Anzeigen erstattet hatten. Zuvor waren verschiedenen Medien Teile der Krankenakte angeboten worden. Michael Schumacher war Ende Dezember 2013 auf einer Skipiste in den französischen Alpen schwer gestürzt und war mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dort hatte er fünfeinhalb Monate im Koma gelegen. Erst im Juni war Schumi erwacht, woraufhin er über Twitter Glückwünsche aus aller Welt bekam.

Schwerwiegende Vorwürfe

Der Rega-Mitarbeiter soll sich den Ermittlungen zufolge Auszüge aus den Krankenakten beschafft und dann versucht haben, sie für hohe Summen zu verkaufen. Der medizinische Bericht enthielt Angaben zur Behandlung des 45-Jährigen in der Uniklinik Grenoble. Bestimmt war er für die Uniklinik in Lausanne, in die Schumacher im Juni zur Rehabilitation verlegt worden war. Laut Medienberichten waren die Aktenauszüge von einem Computer der Rega aus gesendet worden, dessen IP-Adresse von der Polizei rasch ermittelt werden konnte. Der Verdächtige wies die Vorwürfe jedoch zurück. Laut Staatsanwaltschaft sollte er am Mittwoch erneut dazu vernommen werden.
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