Schumi schon ganz neidisch

Ralf fährt bald mit Helm-Kino

Schumi und Ferrari fahren der Formel 1 vorne weg. Aber Verfolger BMW plant die große Rennsport-Revolution: das Helm-Kino.
Vorhang auf für das Helm-Kino. Im BMW Technology Office in Silicon Valley (Kalifornien/USA) wurde über ein Jahr lang ein neues Display-System für die Formel 1 entwickelt. Unter strengster Geheimhaltung. Ein BMW-Mann: "Wirklich eine Top-Secret-Aktion." Die Informationen, die zurzeit noch auf dem Lenkrad-Display erscheinen, sollen in Zukunft als "durchsichtiges Bild" in das Sichtfeld des Fahrers projiziert werden. Kurz: Ralf Schumacher (27) bekommt Helm-Kino. Und Bruder Michael ist schon ganz neidisch. Ralf zu BILD: "Das ist eine revolutionäre Entwicklung. Und sie dient außer der Sicherheit auch der Geschwindigkeit."

Wie funktioniert das Helm-Kino genau? Ein Mini-Display (6 x 8 Millimeter) im Kinnschutz wirft diverse Meldungen (z. B. "Öl in Kurve 3") als Projektion durch das Visier auf die Höhe der Wagenfront. Das "Herz" des Displays ist ein spezielles Linsenelement (FFP-Linse) – damit sieht der Fahrer das Bild immer gestochen scharf. Ralf: "Ich kann ohne Unterbrechung auf die Strecke blicken, werde nie vom Fahrgeschehen abgelenkt. Trotzdem habe ich alle wichtigen Informationen im Blick." Schumi II hat das Helm-Kino bereits mehrmals getestet – und will es ab 2003 im Rennen nutzen. Ralf: "Irgendwann soll es dann sogar möglich sein, die Rückspiegel durch kleine Kameras zu ersetzen und mir die Bilder vors Auge zu spielen."

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