Michael Schumachers Skiunfall

Schumi weiter im Koma: Medienschelte von Corinna

— 07.01.2014

Schumacher braucht Ruhe

Nach Schumachers schwerem Sturz ist sein Gesundheitszustand mittlerweile stabil. Seine Familie reagiert gereizt auf die Medien – Corinna Schumacher  fordert Journalisten auf, die Klinik zu verlassen.

(dpa/brü) Das internationale Interesse an Michael Schumachers Schicksal reißt auch zehn Tage nach dem schweren Sturz nicht ab. Das veranlasst Corinna Schumacher, Ehefrau des Rekordweltmeisters, dazu, die Medien eindringlich zur Zurückhaltung aufzurufen. "Es ist mir wichtig, dass Sie die Ärzte und das Krankenhaus entlasten, damit diese in Ruhe arbeiten können – vertrauen Sie bitte deren Statements und verlassen Sie die Klinik", hieß es in der Mitteilung Corinna Schumachers. "Bitte lassen Sie auch unsere Familie in Ruhe." Auf Schumis Homepage stammt die jüngste Mitteilung vom 3.1.14, in der die Familie für die internationale Anteilnahme dankt.

Chronik: Michael Schumacher 1991 - 2012

Fan-Aktion für Michael Schumacher In diesem Krankenhaus liegt Michael Schumacher

Pressekonferenz am Mittwoch

Der Appell kam vor der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft zum Unfallhergang am Mittwoch (8. Januar). Sie findet bewusst nicht in Grenoble statt, wo Schumacher seit seinem Sturz am 29. Dezember unter riesigem Medieninteresse im Universitätskrankenhaus behandelt wird. Der Medientross reist stattdessen ins rund 80 Kilometer entfernte Albertville, Austragungsort der Olympischen Winterspiele 1992. Bei der Pressekonferenz im Justizpalast dürften auch die Aufnahmen von Schumachers Helmkamera eine Rolle spielen. Laut der digitalen Ausgabe der französischen Zeitung "Le Dauphiné Libéré" soll die Kamera eingeschaltet gewesen sein, die Bilder seien verwertbar. Dies hätten vertrauliche Quellen dem Blatt bestätigt. Offizielle Stellungnahmen gab es dafür zunächst nicht.

Streit um unmarkierte Piste

Bisherigen Informationen zufolge fuhr Schumacher am Unglückstag zwischen zwei markierten Pisten gegen einen Felsen. Laut BILD-Informationen wird mittlerweile darüber gestritten, ob die Stelle hätte abgesperrt werden müssen. Schumi verlor in dem eher flachen Bereich mit Neuschnee die Kontrolle und krachte mit dem Kopf auf einen Felsen, wobei er ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Schumi liegt in einem künstlichen Koma. Er wurde zweimal – unmittelbar nach seiner Einlieferung am Mittag des Unglückstages und einen Tag später – operiert.

Michael Schumacher war nach einem Sturz auf einer nicht markierten Skipiste in Méribel mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt.

Schumachers Ehefrau Corinna wies in ihrer Stellungnahme noch einmal auf Expertisen und Aussagen der behandelnden Mediziner hin. Diese hatten am Montag in der ersten Stellungnahme nach sechs Tagen betont, Schumachers Zustand sei stabil. Die traumatologische Abteilung des Krankenhauses von Grenoble gilt als eine der besten in Frankreich. In der Klinik von Grenoble kehrte inzwischen auch jenseits des streng bewachten fünften Stocks, wo Schumi liegt, medizinischer Alltag und Krankenhausroutine zurück. Gut eine Woche nach dem verheerenden Skiunfall werden Eingangshalle, Gänge und Behandlungsbereiche wieder beherrscht von Patienten, medizinischem Personal oder Besuchern.

Die  Journalisten ziehen weiter

TV-Kameras, Fotoausrüstungen und Laptops der internationalen Journalistenteams sind nur noch vereinzelt zu sehen, nachdem sie in den vergangenen Tagen seit Einlieferung des prominenten Patienten noch das Bild vor und im Krankenhaus bestimmt hatten. Vor allem bei Ankunft oder Abfahrt von Angehörigen und Freunden des schwer verunglückten Formel-1-Rekordweltmeisters kam es mitunter zu tumultartigen Szenen am Nebeneingang der Klinik, wenn Sicherheitskräfte den Weg für Schumachers Besucher frei machen mussten. Schon allein die Menge von Medienleuten und Fans hatte immer wieder die regulären Abläufe im Krankenhaus beeinflusst. Teils kam es dabei sogar zu Behinderungen bei der Notfallaufnahme.

Schumi: So halten ihm die Fans die Treue

Schumi-Fan vor der Klinik Schumi-Fans vor der Klinik Schumi-Fan vor der Klinik
Doch selbst vor dem Seiteneingang des Betonkomplexes, den Schumachers Familie und Freunde seit dem Unfall meist genutzt haben, um zu dem inzwischen 45-Jährigen ins Krankenhaus zu gelangen, wartete am Dienstag nicht mal mehr eine Handvoll von Fotografen. Noch am Vortag lauerten dort knapp zwei Dutzend Journalisten mit Kameras oder Fotoapparaten. Auch auf dem eigens vor der Klinik für die Übertragungswagen ausgewiesenen Gelände gab es am Dienstag wieder deutlich mehr Platz. Die letzten zehn Kleinbusse mit den markanten Satellitenschüsseln sendeten ihre Signale in die Welt.

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