Schummel-Skandal in der Formel 1

Schummel-Skandal in der Formel 1

Schummel-Skandal in der Formel 1

— 23.05.2007

Red Bull verbiegt Flügel

Eigentlich heißt es "Red Bull verleiht Flügel". Da es die in der Formel 1 schon gibt, hat das Team halt ein bisschen dran geschraubt – mit bösen Folgen.

Der erste Schummel-Skandal im Jahr eins nach Schumi ist perfekt! Über eine Woche hatten die Top-Teams gerätselt, warum Red Bull in Barcelona (Coulthard auf Platz fünf) plötzlich so stark war. Jetzt ist sicher: Weil mit einem verbotenen Heckflügel gefahren wurde! Das gute Stück am hinteren Ende des Autos verbog sich auf den schnellen Geraden deutlich sichtbar nach hinten. So wurde der Luftwiderstand geringer. Im Qualifying war Coulthard deswegen schon die Top-Speed gefahren (310 km/h).

Schummel-Vorteil: 16 Sekunden

Red-Bull-Pilot David Coulthard lieferte dubiose Top-Speed-Werte.

Was daran schlimm ist? Seit einem Täuschungsversuch von Ferrari in 2006 sind "flexible Flügel" in der Formel 1 streng verboten! Die anderen Teams unterstellen Red Bull jetzt Absicht – und fordern die nachträgliche Barcelona-Disqualifikation. Ein Formel-1-Technikexperte äußerte sich dazu folgendermaßen: "Der Vorwurf gegen Ferrari war eine Kleinigkeit im Vergleich zu dem, was bei Red Bull passiert. Das muss absichtlich so konstruiert worden sein, ansonsten würde der Flügel brechen." Coulthards erschummelter Zeitvorteil im Rennen soll über 16 Sekunden betragen haben.

Red-Bull-Teamchef Christian Horner verteidigt sich: "So wie wir es sehen, entspricht unser Auto komplett den Regeln." Sein Vorteil: Auf dem engen Monaco-Kurs (27. Mai, 14 Uhr) mit den wenigen Geraden bringt ein flexibler Heckflügel nichts. Die Red Bull können mit ihrer "normalen" Konstruktion fahren.

Autor: Tobias Holtkamp

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.