Schweiz: Mädchen stirbt bei Hitze im Auto

Schweiz: Mädchen stirbt bei Hitze im Auto

— 23.07.2015

Tragischer Tod im Auto

Im Schweizer Kanton Tessin ist ein fünf Jahre altes Mädchen unter tragischen Umständen in einem Auto ums Leben gekommen. Vermutlich starb es wegen zu großer Hitze.

(dpa/cj) Auf einem Campingplatz im Süden der Schweiz ist ein kleines Mädchen gestorben, nachdem es vermutlich trotz großer Hitze allein im Auto der Familie zurückgelassen worden war. Rettungskräfte hätten sich vergeblich bemüht, die Fünfjährige wiederzubeleben, teilte die Polizei im Kanton Tessin mit. Die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen eingeleitet, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch (22. Juli 2015).
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Der Campingplatz "La Piodella" liegt in Muzzano im Kanton Tessin direkt am Luganer See.

Der Todesfall habe sich bereits am Dienstagnachmittag auf einem Campingplatz bei Lugano ereignet. Eine offizielle Bestätigung dafür, dass das Kind wegen der Hitze im Inneren des Wagens umkam, gibt es noch nicht. Die Polizei geht aber mehreren Schweizer Medien zufolge davon aus. Die Mutter des Kindes ist noch nicht vernehmungsfähig, sie wird wie weitere Familienangehörige von Notfallpsychologen betreut. Die Familie mit vier Kindern aus dem Kanton Thurgau hatte wie bereits mehrmals zuvor auf dem Campingplatz "La Piodella" in Muzzano Urlaub gemacht.

Hitzetipps für Autofahrer

Die Behörden im Tessin hatten am Dienstag erneut vor Hitze gewarnt. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteoschweiz stiegen die Temperaturen auf 33 Grad. Ende August vergangenen Jahres war in der Schweiz ein Kind gestorben, nachdem sein Vater es im Auto auf dem Firmenparkplatz vergessen hatte. Der Vater hatte es versäumt, das 16-monatige Baby bei der Kindertagesstätte abzugeben. Erst nach Feierabend hatte er das Drama bemerkt.

USA: Eltern warnen mit einer "Hot Car Challenge"

Auch in den USA ist der Hitzetod im geschlossenen Auto ein großes Thema – laut dem TV-Sender ABCNews seien seit Anfang 2015 bereits 17 Kinder gestorben, nachdem sie bei hohen Temperaturen im Auto gelassen wurden. Genug Anlass für den Familienvater Terry Bartley, via Youtube auf das Problem aufmerksam zu machen: Bartley drehte ein Protestvideo, in dem er sich selbst bei 32 Grad im Auto eingeschlossen hatte. Er wollte wissen, "wie es sich anfühlt, im Auto vergessen zu werden". Das Video wurde schon mehr als 2,2 Millionen Mal geklickt und animierte weitere Mütter und Väter, ebenfalls Videos zu drehen.

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