Schweizer Formel-1-Verbot vor dem Aus

Schweizer Formel-1-Verbot vor dem Aus

— 07.06.2007

Steuerparadies adé?

Keiner ist so schnell wie die Piloten der Formel 1 – auch bei der Flucht vor dem Finanzamt. Nun droht der Verlust des Steuerparadieses.

Kimi Räikkönen, Fernando Alonso, Robert Kubica sowie die Deutschen Nick Heidfeld und Sebastian Vettel – sie alle haben ihren Hauptwohnsitz in die Schweiz verlegt. Weil bei den Eidgenossen das Rundstrecken-Verbot im Gesetz verankert ist, die ausländischen Fahrer somit als gewerbslos gelten – und Steuerprivilegien in Millionenhöhe genießen. Doch jetzt soll's den Piloten mit Vollgas an die Kohle gehen. Das Renn-Verbot steht in der Schweiz vor dem Aus!

Formel-1-Rentner Michael Schumacher hat alles richtig gemacht

Steuer-Schock für Kimi und Co.! Vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal (Sonntag, 10. Juni 2007, 19 Uhr, live auf RTL und bei uns im Ticker) schlottern die "Schweizer" Fahrer um ihr Steuerparadies. Das Rundstrecken-Verbot war 1955 eingeführt worden. Als Reaktion auf einen tragischen Unfall beim Rennen in Le Mans. Ein Mercedes-Bolide war verunglückt, ins Publikum geflogen – und hatte 82 Menschen getötet. Mehr als 50 Jahre später scheint eine solche Katastrophe aufgrund der besseren Sicherheitsvorkehrungen nicht mehr möglich. Darum kippt die Große Kammer das Verbot aus dem Gesetz. Noch fehlt allerdings die Zustimmung des Ständerats, der zweiten Kammer in der Schweiz. Sollte diese erfolgen, könnten die Kantone die Erlaubnis für Rennen erteilen. Also noch ein weiter Weg – aber Grund genug, unter den Formel-1-Piloten die Alarmglocken schrillen zu lassen. Nur nicht beim Wahl-Schweizer und Formel-1-Rentner Michael Schumacher. Wieder alles richtig gemacht, Schumi!

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