Kaufberatung Seat Alhambra

Seat Alhambra Seat Alhambra Seat Alhambra

Seat Alhambra: Kaufberatung

— 08.01.2016

Gesucht: Der beste Seat Alhambra

Wie sein Konzern-Bruder VW Sharan geht der Seat Alhambra nach einem Facelift in die nächste Runde. Wir haben uns den spanischen Vertreter genau angesehen und sagen, worauf es bei Seats Familienfreund im Detail ankommt.

Das Duo aus Seat Alhambra und VW Sharan hat hierzulande kaum mehr Konkurrenz: Die Urväter des Genres, Renaults Espace und der Chrysler Voyager, sind nahezu von der Bildfläche verschwunden. Der eine verkleidet sich neuerdings als Paradiesvogel, der andere fristet ein Nischendasein als Lancia. Da bleibt nur noch der Blick zu den Meistern des Konservativen: zum VW-Konzern, genauer gesagt: Seat. Nach knapp fünf Jahren bekommt der Alhambra – parallel zu seinem Baureihenbruder VW Sharan – eine erste Überarbeitung. Sensationelle Überraschungen hält der Alhambra allerdings kaum bereit. Der große Seat ist nach wie vor das, was er schon vor knapp 20 Jahren war: eine Großraum-Lounge für die ganze Familie. Die optischen Neuerungen fallen beim Spanier eher dezent aus – man muss schon genau hinsehen, um die Unterschiede zu erkennen. Einziges markantes Merkmal an der Front: Der Grilleinsatz trägt nun horizontale Waben statt der bisherigen Vertikalstreben. Doch selbst so beliebte Facelift-Baustellen wie die Leuchtengrafik der Scheinwerfer oder die Stoßfänger blieben unangetastet. Lediglich am Heck strahlt eine neue LED-Signatur.
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Sicherheit auf neuem Niveau

Video: Seat Alhambra Facelift (2015)

Der neue Alhambra

Dafür hat man innen aufgerüstet: Ein neues Lenkrad mit größeren und klarer getrennten Tasten erleichtert die Bedienung und dank des modularen Entertainmentbaukastens darf das alte RNS-510-Navigationssystem endlich in den verdienten Ruhestand. An seine Stelle tritt nun die Media-Plus-Einheit mit Näherungssensor und sauber reagierendem Touchscreen auf Basis der zweiten Generation des modularen Infotainmentbaukastens. Aber: Seat setzt noch immer auf SD-Karten als Speichermedium, während andere hier schon schnellere interne Flashspeicher verwenden. Dafür heben die Spanier die Sicherheit auf ein höheres Niveau; etwa mit der aus vielen Konzernmodellen bekannten Multikollisionsbremse, die nach einem Crash das Auto selbsttätig bis zum Stillstand abbremst. Ebenfalls neu: ein Totwinkelassistent, der mit Hilfe zweier Radarsysteme im Heck vor eventuellen Gefahren beim Spurwechsel warnt. Zusätzlich steht das System dem Fahrer beim Rückwärtsausparken zur Seite, indem es mittels dieser Sensoren den 90-Grad-Querverkehr überwacht. Der Parklenkassistent der dritten Generation kann nun etwa auch aus Querlücken ein- und ausparken.

Style ist meist die sinnvollste Ausstattungslinie

Vorn am Dachhimmel befinden sich die Bedienelemente für das mehrstufig einstellbare Panoramadach (1105 Euro).

Beim Komfort rüstet Seat mit einem Adaptivfahrwerk nach, welches das Fahrverhalten von komfortabel über normal bis hin zu sportlich regelt (ab Style für 1020 Euro). Dazu verwöhnt den Piloten ab 190 Euro eine Massagefunktion im Fahrersitz – besonders auf langen Reisen eine Wohltat. Abseits dieses Luxus startet die Basisausstattung Reference bei 29.965 Euro für den 1.4 TSI mit 150 PS. Für dieses Geld bekommen Sie das kleinere 5-Zoll-Audiosystem mit Touchscreen, eine Klimaanlage und E-Fensterheber rundum. Dazu ist der Fahrersitz in der Höhe einstellbar. 2500 Euro darüber rangiert Style. Hier darf der Kunde unter anderem 16-Zoll-Aluräder, das größere Audiosystem mit 6,5-Zoll-Farb-Touchscreen, einen Licht-/Regensensor sowie den Tempomaten sein Eigen nennen. Dazu kommen so nützliche Dinge wie ein Multifunktionslenkrad, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht oder Klapptische für die Fondpassagiere. Der eigentliche Grund, warum wir Style bedenkenlos empfehlen, ist aber die nahezu unbegrenzte Aufrüstbarkeit. Egal ob das Panoramaschiebedach (1105 Euro), eine Anhängerkupplung (860 Euro), das 1020 Euro teure Adaptivfahrwerk oder das Fahrassistenzpaket mit Totwinkel-, Spurhalte- und Verkehrszeichenassistent für 750 Euro auf dem Wunschzettel stehen – die Style-Linie macht es möglich. Weitere 1800 Euro darüber landen wir bei Style Plus und freuen uns zusätzlich über Bi-Xenonlicht, Sportfahrwerk und -sitze sowie schicke 17-Zöller.

Ein Artikel aus AUTO TEST

Ein Feature, auf das Seat modellübergreifend besonderen Wert legt, ist eine moderne Smartphone-Kopplung. Da wundert es nicht, dass es auch den Alhambra als Connect-Sondermodell gibt. Mit dabei sind 17-Zoll-Leichtmetallräder, das Navisystem Plus inklusive Rückfahrkamera, beheizbare Sport-Komfortsitze mit spezieller Polsterung sowie ein Samsung-Galaxy-A3-Smartphone – und natürlich die namensgebende Full-Link-Technologie, die Android und Apple-Telefone mit dem Multimediasystem verbindet.

Den Zweiliter-Selbstzünder gibt's in drei Leistungsstufen

Interessant für alle Wohnwagenzieher: Optional ist der 150-PS-TDI auch mit dem Allradantrieb 4Drive zu haben.

Alles schön und gut, doch den eigentlichen Grund für das Facelift finden wir unter der Haube: Alle Motoren erfüllen nun, wie es der Gesetzgeber seit September 2015 vorschreibt, die Euro-6-Norm. Als Benziner ersetzt der neue 1.4er mit 150 PS und Turboaufladung die alte Maschine mit ebenso viel Leistung, aber Doppelaufladung mittels Turbo und Kompressor. Das Resultat sind 6,5 Liter Normverbrauch als Handschalter und 6,7 mit Doppelkuppler – immerhin sieben Zehntel weniger als bisher. Die Spitzenleistung liegt nun ein paar Hundert Umdrehungen früher an. Darüber rangiert wie bisher der Zweiliter-TSI, nur dass dieser ebenfalls auf den aktuellen Stand gebracht wurde. Das bedeutet 20 Mehr-PS auf nun 220 PS und 70 Newtonmeter obendrauf. Das reicht für eine halbe Sekunde Vorsprung beim Standardsprint und 225 km/h Topspeed – all das bei 7,3 Liter Normverbrauch. Der Zweiliter-Selbstzünder erfüllt nun ebenfalls die Euro-6-Norm und ist in drei Leistungsstufen bestellbar. Los geht es mit 115 PS, den Löwenanteil wird aber wohl die mittlere Variante mit nun 150 statt 140 PS abgreifen. Als Ecomotive geht es in 10,2 Sekunden auf Landstraßentempo, Schluss ist erst bei 203 km/h. Interessant für alle Wohnwagenzieher: Optional gibt es den 150-PS-TDI auch mit dem Allradantrieb 4Drive – dann allerdings nur als Handschalter. Die obere Leistungsstufe hat nicht wie beim Passat 190 PS, sondern kommt in der Seat-Version mit 184 Pferden.
Preise Seat Alhambra
1.4 TSI 2.0 TSI 2.0 TDI (115 PS)
ab 29.965 (Reference) Euro ab 38.005 (Style) Euro ab 31.460 (Reference) Euro
2.0 TDI (150 PS) 2.0 TDI 4Drive (150 PS) 2.0 TDI (184 PS)
ab 32.710 (Reference) Euro ab 37.060 (Style) Euro ab 36.790 (Style) Euro
Auf der Straße verhält sich der Alhambra wie eh und je. Allein mit seiner Masse hält er leichte Unebenheiten sicher von den Insassen fern, den Rest übernimmt das optionale Adaptivfahrwerk (1020 Euro), das in der Comfort-Stellung angenehm sänftig herüberkommt, während Sport die Muskeln ein wenig vorspannt – für einen Van zwar meist unnötig, aber was soll's. Kurven sind freilich nicht das Metier des Dickschiffs. Der hohe Aufbau macht sich schnell bemerkbar, und drückt Papa mal etwas forscher aufs Pedal, schiebt der Seat zahm über die Vorderachse. Die Lenkung zeigt sich angenehm direkt und mit wenig Spiel um die Mittellage. Nur bei hohen Lenkwinkeln fehlt ein wenig die Rückmeldung. Unter dem Strich ist der überarbeitete Alhambra der gleichwertigste Nicht-VW, den man derzeit im Konzern kaufen kann, denn das nahezu identische Schwestermodell VW Sharan kostet je nach Motorisierung zwischen 2035 und 3310 Euro mehr.

Weitere Infos zum Seat Alhambra und seinen wichtigsten Konkurrenten finden Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Daten und Tabellen gibt es im Online-Artikelarchiv als PDF-Download.

Kaufberatung: Seat Alhambra

Der vollständige Artikel ist ab sofort im unserem Online-Artikelarchiv erhältlich. Hier können Sie das Original-Heft-Layout als PDF-Dokument downloaden. Der Artikel handelt vom Seat Alhambra (Kaufberatung).

Veröffentlicht:

25.11.2015

Preis:

1,00 €

Kaufberatung Seat Alhambra

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Autor:

Alexander Bernt

Fazit

Seat hat beim Alhambra Motoren, Infotainment und Assistenzsysteme auf den neuesten Stand gebracht – nicht mehr und nicht weniger. Macht aber nichts, denn die Grundzüge passten auch vor dem Lifting. Der Alhambra ist ein unaufgeregter Van mit viel Platz – und damit einer der letzten seiner Art, die sich nicht um den Style-Faktor scheren – außer beim Namen der Ausstattungslinien.

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