Seat Altea FR/Leon Supercopa

Seat Altea FR Seat Altea FR

Seat Altea FR/Leon Supercopa

— 30.11.2005

Auf in den Kampf

Volkswagen glaubt fest an die Zukunft von Seat. Die sieht extrem sportlich aus: In Essen stehen zwei richtig starke PS-Toreros.

Starker Diesel-Altea startet Anfang 2006

Auf der Essen Motor Show 2005 feiern zwei starke Spanier Premiere: Zum einen die Serienversion des 170 PS starken Altea FR, zum anderen der Leon Supercopa als Kandidat für den Markenpokal 2006.

Die stärkste Diesel-Version des Altea stand schon als Prototyp auf der IAA 2005. FR steht für "Formula Racing" und setzt voll auf Sport – umso erstaunlicher, daß da ein Selbstzünder (mit Partikelfilter) zum Einsatz kommt. Ein Blick auf die Fahrleistungen entschärft jedes Vorurteil: Dank 170 PS und 350 Nm Drehmoment schafft der Zweiliter den Sprint bis Tempo 100 in 8,6 Sekunden, maximal sind 208 km/h möglich. Die erste Verbrauchsangabe von fünf Litern auf 100 Kilometer dürfte sich bald relativieren, denn zunächst verrät Seat nur den Dieseldurst im "außerstädtischen" Verkehr. Der gleichstarke VW Golf GT TDI jedenfalls genehmigt sich im Drittelmix 5,9 Liter Kraftstoff.

Wegen der hohen Motorleistung des weiterentwickelten Zweiliter-Diesels (bislang 140 PS) mußte das Fahrwerk mit strafferen Federn bestückt werden, die Bodenfreiheit schrumpfte gegenüber dem Altea mit Sportfahrwerk um sieben Millimeter. ESP mit Bremsassistent und die Traktionskontrolle TCS sollen den Fahrer in brenzligen Situationen unterstützen, dazu kommt die Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheibenbremsen vorne und ABS der jüngsten Generation inklusive elektronischer Bremskraftverteilung.

Äußerlich kommt der Altea FR mit einem neuen Front-Stoßfänger, der im unteren Bereich ein großes Lüftungsgitter in Wabenstruktur beherbergt. Die Rückspiegel sind wie bei allen FR-Modellen grau lackiert, die serienmäßigen 17-Zoll-Alus tragen 225er Pneus. Am Heck fällt das typische, verchromte Doppelendrohr ins Auge. Innen geht der Sport weiter: Im Unterschied zum Serienmodell trägt die Armaturentafel Grau und Schwarz, die Instrumente sind weiß unterlegt. Neu ist auch das Lenkrad – in die mittlere der drei Speichen ist das FR-Logo eingraviert. Der Preis für den Altea FR 2.0 TDI steht noch nicht fest, der Starttermin dagegen schon: Anfang 2006 streht der spanische Sportler beim Händler, sagt Seat.

Günstiger Supercopa soll neue Piloten locken

Essen-Exponat Nummer zwei basiert auf dem stärksten Serienmodell des Leon – dem 2.0 TFSI mit 185 PS. Aus ihm wuchs der auf 280 PS gestärkte Supercopa, der im Seat-Markenpokal im Rahmen der DTM 2006 auf Pokaljagd gehen soll. Die Vorgabe war, trotz umfangreicher Veränderungen an Fahrwerk und Antrieb die Kosten im Rahmen zu halten. Das Ergebnis: vergrößerte Spurbreiten, speziell konstruierte Aufhängungen mit justierbaren Dämpfern und jede Menge Verstellmöglichkeiten am Fahrwerk, um jedem Team seinen individuellen Mix zu ermöglichen.

Die Leistungssteigerung um mehr als 100 PS wurde in Zusamenarbeit mit den Experten von Markengruppen-Schwester Audi erreicht. Die elektronische Steuerung wurde weiterentwickelt, am Turbolader geschraubt, dazu kommt erstmals in einem Benzin-Seat das Direktschaltgetriebe zum Einsatz. Vorteil: Die Piloten können jetzt schalten, ohne die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

Die Karosserie wurde in Sachen Aerodynamik perfektioniert. Dafür bekam der Renn-Löwe einen flachen und tieferen Fahrzeugboden, Frontspoiler sowie Heck-Diffusor und -Flügel, die auf 16 Positionen justiert werden können (wie beim WTCC-Leon). Ein Überrollbügel schützt die Insassen nach FIA-Vorgaben, das Feuerschutz-System wurde nach strengen Supercopa-Regeln umgesetzt.

So ausgestattet kostet der Leon netto 54.900 Euro. Für Jaime Puig bedeutet das "erstklassige Performance zu einem günstigen Preis" – der Seat-Sportdirektor ist überzeugt, daß das Auto "neue Piloten anziehen wird". Für manche wird sich die Anschaffung auf jeden Fall rentieren: Der Hersteller schreibt für die Supercopa-Saison 2006 ein Preisgeld von rund 400.000 Euro aus.

Autor: Michael Voß

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