Seat Cordoba

Seat Cordoba Seat Cordoba

Seat Cordoba

— 30.10.2002

Spanier mit Happy End

Ehrgeizig geht Seat in das neue Jahr: Ab Januar 2003 soll der deutlich dynamischere Seat Cordoba der Marke zu einem sportlicheren Image verhelfen.

"Der sieht ja aus wie ein Alfa!" – der Kommentar des deutschen Touristen an der Costa Blanca trifft mitten ins Schwarze. Schließlich ähnelt der neue Seat Cordoba mit seinem hohen Heck und den schmalen, schlitzförmigen Rückleuchten der aktuellen Design-Mode aus Mailand auf frappierende Art und Weise. Zufall? Wohl kaum. Denn Seat soll künftig noch sportlicher werden und den temperamentvollen Südländer nach außen kehren. Was liegt da näher, als die erfolgreichen Modelle aus dem Hause Alfa zum Vorbild zu nehmen?

Cordoba überrascht mit agilem Handling

Ohne Schnörkel: Die klar gezeichneten Instrumente im Cordoba sind gut ablesbar. Klimaanlage und Autmoatik kosten extra.

Design-Philosophie hin oder her. Viel wichtiger ist, dass sich der neue Cordoba gemäß dem Seat-Werbeslogan "Auto emoción" auch entsprechend sportlich fährt. Um es vorwegzunehmen: Er tut es. Als technischer Ableger des Ibiza hat er auch dessen Fahrwerk übernommen.

Dass ihm die sportlichen Gene gut tun, demonstriert der Cordoba eindrucksvoll auf den engen Kurven des spanischen Hinterlandes. Leichtfüßig und behände nimmt er die Serpentinen und lässt sich bei forcierter Fahrweise kaum aus der Ruhe bringen. Ein kurzer Dreh am Volant genügt und der Cordoba folgt dank direkter Lenkung bereitwillig und präzise den Befehlen des Fahrers.

Sagenhafte 485 Liter Kofferraumvolumen

Dass man am Dreispeichenlenkrad gern etwas häufiger dreht, mag aber auch an der recht straffen Fahrwerksabstimmung liegen. Derbe Schlaglöcher sollte man besser umfahren. Besonders die Ausstattungslinie "Sport" legt eine übertriebene Härte an den Tag.

Da der neue Cordoba im Vergleich zu seinem Vorgänger länger (plus 11,7 Zentimeter), breiter (plus 5,8 Zentimeter) und höher (plus 1,7 Zentimeter) geworden ist, haben auch die Innenraummaße zugelegt. Gerade die Fondpassagiere genießen jetzt ein wenig mehr Bewegungsfreiheit, wenngleich sich der Kleinwagen mit Stufenheck nicht zum Raumwunder gewandelt hat: Groß Gewachsene kämpfen hinten mit einem eingeschränkten Knieraum.

Das "dicke Ende" befindet sich aber im Heck, das sagenhafte 485 Liter Stauraum bietet. Das schaffen nicht einmal die meisten Mittelklasselimousinen. Nachteil: Beim Einparken ist der hohe Cordoba-Hintern nur schlecht zu taxieren.

Fahrspaßgarantie mit Diesel-Power

Wie beim Ibiza stehen drei Ausstattungslinien zur Wahl. Die Basis Stella umfasst mit Zentralverriegelung, elektrischen Fensterhebern vorn und Servolenkung das Wesentliche, Signo und Sport sind luxuriös beziehungsweise sportlich angehaucht.

Unschöne Lücken weist dagegen die Sicherheitsausstattung auf. Zwei Kopfstützen im Fond sind Serie, eine dritte samt Dreipunktgurt ist aber nicht lieferbar. Zudem verlangen die Spanier bei der Basis Stella für Seitenairbags Aufpreis, ESP kostet generell extra.

Da passt was rein: Satte 485 Liter Kofferraumvolumen sollten für das Urlaubsgepäck reichen.

Das Motorenprogramm reicht bei den Benzinern vom sparsamen Dreizylinder mit 64 PS über den leisen 1,4-Liter mit 75 PS bis hin zum spritzigen 1.4 16V mit 100 PS. Am meisten Spaß machen aber die großen Diesel mit 100 und 130 PS, die dem kleinen Spanier zu überschäumendem Temperament verhelfen. Eher für Kaltblüter: der 64-PS-Saugdiesel.

Fazit und Technische Daten

Fazit Trotz vieler Qualitäten wird der Cordoba in Deutschland weiterhin im Schatten des Ibiza stehen. Nur 20 Prozent der Käufer werden wohl zum Stufenheck greifen.

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