Seat Ibiza CLX von Martin Luke

Seat Ibiza CLX von Martin "Mazlik" Luke Seat Ibiza CLX von Martin "Mazlik" Luke

Seat Ibiza CLX von Martin "Mazlik" Luke

— 04.04.2006

Seat Internationale

Italienische Scheinwerfer, japanische Heckleuchten, deutsche Schürzen und Luftfahrwerk. Mazliks Seat Ibiza ist international aufgebaut.

Leuchten von Punto II und Civic

Der Seat Ibiza zählt kaum zur Zielgruppe der Tuningfans. Weder bei uns, noch in Tschechien. Dort, wo so gut wie keine Konkurrenz herrscht, läßt es sich ausgezeichnet leben, dachte sich Martin, auch Mazlik genannt. Anstatt auf das einheimische Massenprodukt Skoda Fabia oder auf einen VW Polo zurückzugreifen, baute er sich lieber einen spanischen Exoten auf. Und tatsächlich, in seinem Heimatland steht er mit dem getunten Ibiza allein auf weiter Flur, und auch seine Besuche in Deutschland lösen immer wieder Erstaunen aus.

Mazlik arbeitet in Prag als Optiker. Das grobe Handwerk überläßt er lieber den Profis, in diesem Falle Martin "Kubi" Kubiczek. Der Prager "Dezent-Tuner" ist dem AUTOTUNING-Leser durch den Extremumbau seines Sharan mit Mazda-Leuchten bekannt, und auch der Seat mußte sich in Sachen Scheinwerfer eine Umrüstung gefallen lassen. Für Fiat-Fans ist es kein Geheimnis, von welchem Auto die Augen des Ibiza stammen. Die nachträglich mit Xenon-Einsätzen bestückten Scheinwerfer des Punto II bieten einige Vorteile, nicht zuletzt weil der Einbau des flach gehaltenen Gehäuses relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Der untere Abschluß paßt perfekt, nur die Anpassung der Konturen an Kotflügel und Motorhaube verlangte eine erfahrene und kundige Hand am Schweißgerät.

Der Rahmen des Kühlergrills kann nur Eigenbau sein. Die Blinker wurden in die Scheinwerfer ab Werk integriert, womit sich die Frage nach Seitenblinkern von selbst erledigt hat. Die von Mattig hergestellte Frontschürze wurde ohne Modifikationen montiert, was bei den Seitenschwellern wiederum nicht möglich war. Die Rieger-Schweller waren um drei Zentimeter zu lang. Das kann man dem bekannten Tuner aber nicht ankreiden, sie wurden nämlich für den BMW E36 gebaut.

Die Facts zu Mazliks Seat Ibiza

Die Heckschürze gilt als das aufwendigste Anbauteil des Seat. Kubi vereinigte die Seat-Stoßstange mit dem Diffusor des BMW E30, so wie er von Rieger verkauft wird. Anschließend wurden die GFK-Matten verspachtelt und verschliffen, die Sicken in der Stoßstange geglättet und eine exakt auf das Kfz-Kennzeichen abgestimmte Einbuchtung geschaffen. Auch der Heckleuchteneinbau von Fremdfahrzeugen gilt als Kubis Spezialität. Sein Sharan besitzt die Leuchten vom Mazda6 Kombi. Auch Mazlik wollte das "besondere Rücklicht" und ließ Kubi freie Hand. Die Klarglasleuchten des Honda Civic Coupé harmonieren so perfekt mit der Rundung, als ob sie für den Ibiza geschaffen wären.

Fragt man Kubi nach dem Aufwand der Blecharbeiten, bekommt man nur ein kurzes "kein Problem" zu hören. Die Cleanings der Griffe und Schlösser sowie das Ziehen der Seitenteile (3,0 cm) und Kotflügel (1,5 cm) gehören natürlich auch zum Programm. Die letztgenannten Arbeitsgänge waren nicht nur wegen der 8x16- und 9x16-Zoll-Edition-Räder notwendig geworden. Gibt es so tiefe Federn für Seat Ibiza? Natürlich nicht. Die Höhenverstellung wird dank Luftfahrwerk von GAS gewonnen. Nun paßt in der "Parkposition" gerade ein Blatt Papier zwischen Reifen und Radlauf.

Auch die Innenraumgestaltung liegt weit über Ibiza-CLX-Standard. Dem Einbau eines Supersport-Lenkrads und FoliaTec-Pedalen folgte das Beziehen mit Alcantara, das allerdings aus der fachkundigen Hand eines Sattlers kam. Noch perfekter soll er werden, der Ibiza. Darunter versteht Martin den Einbau eines G60-Triebwerks, das bereits aus einem verunfallten Corrado ausgebaut wurde.

Autor: Michael Kolb

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