Seat IBL Studie: IAA 2011 — 12.09.2011

Limousinen-Träume

Seat tüftelt an einer neuen Limousine: Den Beweis liefert die IAA-Studie IBL. Kein Audi A4-Derivat, sondern eine kompaktere Form spanischer Design-Träume. Premiere ist auf der IAA 2011.

IBE, IBX, jetzt kommt IBL. Es ist nicht ganz einfach, bei den zahlreichen Seat-Studien der vergangenen Messen den Durchblick zu behalten. Ein kleines Sport-Coupé mit E-Antrieb (IBE) oder ein scharfes SUV (IBX) hatten wir schon, jetzt kommt eine neue Limousine zur IAA 2011. Sie hört auf den Namen IBL Concept und lässt sich nicht so einfach im großen Portfolio des VW-Konzerns einordnen. Denn unterm Blech steckt mutmaßlich nicht wie bei der aktuellen Seat-Mittelklasse Exeo ein (alter) Audi A4, obwohl die Maße (Länge 4,67 Meter, Radstand 2,71 Meter) ziemlich genau mit denen des A4 der Baureihe B7 übereinstimmen. Als Genspender käme ein VW Jetta in Frage, der hat ähnliche Abmessungen. Doch wer genau hinschaut, erkennt das Audi A3 Concept hinterm Seat-Logo. Doch auch wenn die optische Verwandtschaft zum Ingolstädter klar ist, ist der Seat exakt 21 Zentimeter länger als der Audi und rollt damit in einer anderen Liga.

Vorschau Frankfurt: Die Stars der IAA 2011

LED-Leuchten und ein fester Heckspoiler, das kennen wir von Audi A3 Conept.

Aber Seat-typisch will die Studie vor allem eines: begeistern. Und so haben die Spanier ein ausgesprochen expressives Stück Blech gepresst, um die Hoffung auf ein neues Modell zu schüren. Die Front ist gepfeilt, mit einer klaren Mittellinie auf der Motorhaube. Der Grill trägt eine fünfeckige Pfeilform – hier in einer sehr breiten und flachen Ausprägung. Dazu kommen Voll-LED-Scheinwerfer, die Seat als "Lichtskulpturen" bezeichnet und farblich abgesetzte Lufteinlässe. Ausgeformte Radhäuser mit 20-Zöllern und kleine Ausklapp-Türgriffe werden ergänzt mit der edlen Chromumrandung der Fensterlinie. Die Heckleuchten in LED-Technologie sind scharf geschnitten und sollen gemeinsam mit dem Diffusor pure Sportlichkeit signalisieren.

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Eine durchgängige, gewölbte Glasfläche deckt
die kompletten Instrumente ab.

Innen kombiniert Seat Leder in zwei Farben mit roten Zierelementen, um so die Außenlackierung zu zitieren. Das Cockpit ist zum Fahrer hin orientiert, eine durchgängige, gewölbte Glasfläche deckt die kompletten Instrumente ab bis zum zweiten Display in Cockpitmitte. Bedient werden die digitalen Infosysteme über zwei in die Lenkradspeichen integrierte Touchpads – wobei der Fahrer zwischen drei Fahrprogrammen wählen kann, die in unterschiedlichen Farben angezeigt werden: Travel für die entspannte Reise, Sport für den Fahrspaß oder Efficiency, wenn die Verbrauchseffizienz des Plug-In-Hybridantriebs im Mittelpunkt stehen soll. Womit wir damit auch wissen, dass der IBL auch das grüne Gewissen beruhigt, ohne dass Seat uns Details verrät. Jetzt muss die VW-Tochter die schöne Limousine nur noch in Serie bauen – doch das scheint leider unrealistisch.

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Kommentare zum Artikel (19)

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ajak
14.09.2011, 20:58Uhr

Vorne zuviel Honda Accord, hinten zuviel Peugeot. Seitenlinie geht in ordnung, aber die gestrigen Studien à la IBE etc waren näher an Alfa und wesentlich cooler.

MS
14.09.2011, 20:40Uhr

Sehr gelungenes Auto, Design und Alltagstauglichkeit vereint.

Subaru - Allrad
14.09.2011, 18:32Uhr

Von mir aus den sofort auf den Markt bringen und den Resterampen A4 a la Exeo sofort einstellen.
Selbst wenn der auf den Jetta basiert hat der Seat zumindest sein eigenes Design.

Concept
13.09.2011, 18:58Uhr

Ich weiß aber auch nicht, was es immer rumzumosern gibt, das soll nunmal eine Mittelklasselimousine sein, also kann man auch keine besonders extremen, ausgefallenen Dinge anbieten. Es soll ein sportlich dynamisches Modell sein, auch da sind die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzt. Also wird man bei solchen Varianten immer Ähnlichkeiten mit einem Alfa, BMW u.s.w. finden.
Mir gefällt er jedenfalls.

Concept
13.09.2011, 18:55Uhr

Der Chefdesigner bei SEAT heißt Alejandro Mesonero-Romanos und war vor kurzem noch in ähnlicher Position bei Renault und z.B. für das Design des Laguna Coupes verantwortlich. Luc Dunckerwolke ist inzwischen schon Seinige Monate bei VW und da Silva hat schon lange nichts mehr mit SEAT zu tun, sondern ist "Ober"chef Designer bei VW.

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