Seat Leon von Marco Felde

Seat Leon von Marco Felde Seat Leon von Marco Felde

Seat Leon von Marco Felde

— 29.09.2005

Leon in XXL

Wenn 18-Zöller nicht lieferbar sind und es in 19 Zoll keine vernünftigen Maße gibt, dann greift Marco eben knallhart zu den 20-Zöllern. Der Wagen mußte ja fertig werden.

"Löwen-Kopf" in Bahia-Beige

Wie jedes Jahr stand das Fest der Eiersuche vor der Tür – Ostern! Der befreundete Lackierer wollte aber keine Eier färben, sondern lieber das Dach des Seat. Marco hatte diesen Schritt ja sowieso vor, nur hatte er sich noch nicht für eine passende Farbe entschieden. Am Morgen des Lackiertermins fuhr ihm dann ein Seat Altea vor die Nase. Die Farbe sollte es sein. Beim Händler noch schnell erkundigt – es war Bahia-Beige. Zwei Tage später stand der "Löwe" dann in neuer Farbgebung vor Marcos Laden.

Als Besitzer eines Tuningladens mit Car-Hi-Fi-Einbau brauchte der Thüringer nämlich eine vernünftige Basis für sein Vorführauto. Volkswagen und Audi fielen schon einmal heraus. Davon gibt es in der Region um Gera einfach zu viele. Einen Skoda hätte Marco gern gehabt, nur ist der für Hi-Fi-Einbauten einfach zu ungeeignet. Das wußte der Geraer bereits aus seiner Erfahrung. So entschied er sich für einen Seat. Dieser ist eine gute Alternative zu Volkswagen und Audi und einbaufreundlicher für Multimedia.

Um sich von der Masse noch weiter abzusetzen, änderte er nach Feierabend im eigenen Tuninggeschäft die Front des Spaniers. In den Kennzeichenausschnitt paßt jetzt nur noch ein kleines 40er-Schild. Der Frontgrill sowie der Lufteinlaß wurden in Chrom-Optik aufgewertet.

Wenn sein muß: Her mit den 20-Zöllern!

Auf die Idee mit dem Auspuff kam Marco bei der Neuvorstellung des Audi A8 4,0 Liter TDI. Er fotografierte das Heck und begab sich mit dem Bild zum Auspuffschmiedemeister Petzold. Der war ganz angetan von der Idee und baute trotz einiger Probleme aus einem Universal-Endschalldämpfer und zwei Endrohren eine sehr ansehnliche Links-rechts-Auspuffanlage. Dafür gingen ungefähr zehn Stunden Arbeitszeit drauf.

Nun hatte der Leon-Besitzer aber immer noch nicht die richtigen Felgen. Egal was er heraussuchte, immer waren die Räder gerade nicht lieferbar. Doch die Zeit drängte. Es war bereits Mai, und der Seat stand immer noch auf Stahlfelgen. Genau zu der Zeit nahm Marco die US-Alloys in sein Programm auf. Auch hier waren die 18-Zoll-Varianten nicht verfügbar und die 19-Zöller gab es nur in 7,5 x19. Das war kein vernünftiges Maß für den Seat-Tuner. Also gab es nur noch die 8,5x20-Variante. Hier ergatterte Marco den einzigen Satz, der in Deutschland unterwegs war. Der Preis lag allerdings jenseits von Gut und Böse.

Die erste Anprobe verlief nicht so positiv. Die Felgen schleiften an Federteller und Feder. Somit mußten für vorn 20er- und für hinten 25er-Spurplatten her. Mit ihnen paßten die hinteren Räder dann ohne Probleme ins Radhaus. Allerdings wurden diese auch schon vorher um fünf Zentimeter gezogen. Vorn mußte man die Kotflügelkanten leicht herausziehen. Mit den Felgen paßte nun auch endlich die Optik des zweifarbigen Autos.

Gestühl im Retro-Look

Um den Innenraum aufzuwerten, gab der 26jährige die Sitze zur Polsterei Will und ließ sie dort mitsamt der Türverkleidungen in sonnenbeigem Leder beziehen. Die Sitzflächen wurden mit anthrazitfarbenem Alcantara bespannt und geben dem Gestühl durch ihr Design eine Art Retro-Look. In den Türen wurden Boxen verbaut und mit einer Plexiglas-Abdeckung versehen, in die der Schriftzug der Car-Hi-Fi-Komponenten und von Marcos Tuninggeschäft eingraviert ist.

Zusammen mit den Jungs der East-Society geht es nun durch die Lande. Eines ist dem Seat-Fahrer bereits aufgefallen: Seit er mit dem aufgemotzten Löwen unterwegs ist, ist der Zuspruch für diesen Wagen massiv gewachsen.

Autor: Sebastian Schulz

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