Seat Leon X-Perience: Fahrbericht

Seat Leon X-Perience Seat Leon X-Perience Seat Leon X-Perience

Seat Leon X-Perience: Fahrbericht

— 17.10.2014

Unterwegs im aufgebockten Leon

Seat lässt den Leon nun auch im Gelände wildern. Mit rustikaler Optik, höherem Fahrwerk und Allradantrieb macht er auf Buckelpistenbezwinger. Fahrbericht!

Für den Wandel vom Kombi zum Pfadfinder braucht es nicht viel: knapp drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit, serienmäßigen Allradantrieb, ein paar rustikale Anbauteile aus Kunststoff und ein angedeuteter Unterfahrschutz in Chrom – fertig ist der Seat Leon X-Perience, der Power-Kombi für die Pampa. Besonders der Allradantrieb bringt Vorteile, insbesondere bei Regen, Schnee oder fiesen Buckelpisten. Es ist schon ziemlich eindrucksvoll, wie schlecht die Wege sind, über die man den Designerkombi plötzlich scheuchen kann: Tiefe Furchen, hohe Bodenwellen, Spurrillen, Schotter oder Schlamm – wer keine Angst vor Matsch und Modder hat, der kommt mit dem Leon tatsächlich verdammt weit.

Der etwas dröhnige Diesel packt ordentlich zu

Das Cockpit entspricht weitgehend der Standardversion. Ziernähte in Orange peppen den Innenraum etwas auf.

Aber der Leon X-Perience macht nicht nur abseits der Straße einen ordentlichen Eindruck: Trotz der Trecking-Stiefel lässt er sich auch auf dem Asphalt noch immer sehr sportlich bewegen. Dass man drei Zentimeter höher sitzt, mag man beim Einsteigen spüren. Aber in schnellen Kurven sind die Unterschiede zum normalen Kombi minimal. Am besten probiert man das mit dem starken Diesel, der mit 184 PS und 380 Nm die Spitze im Modellprogramm markiert. Der dröhnt zwar gewaltig, wenn man ins Sportprogramm wechselt und die einzelnen Stufen des DSG-Getriebes ein bisschen zu weit ausdreht. Aber er packt so kraftvoll zu, dass die Haldex-Kupplung und die elektronische Differenzialsperre ordentlich zu arbeiten haben. Dafür allerdings sprintet er auch in 7,1 Sekunden auf Tempo 100 und schafft 224 km/h. Und selbst wenn die 4,9 Liter nie und nimmer zu halten sind, ist er auf jeden Fall sparsamer als ein echtes SUV.

Seat Leon X-Perience: Sitzprobe

Seat Leon X-Perience: Sitzprobe Seat Leon X-Perience: Sitzprobe Seat Leon X-Perience: Sitzprobe

Zum Start kommen drei Diesel und ein Benziner

Außerdem hat Seat ja auch noch ein paar andere Motoren in petto. Zum Start sind das der 180 PS-Benziner sowie zwei weitere Diesel mit 110 und 150 PS, mit denen der Verbrauch schon mal auf 4,7 Liter sinkt. Und im nächsten Sommer folgen dann zur Verbrauchs- und Preiskorrektur mit reinem Frontantrieb ein 125 PS starker 1,4-Liter-TSI sowie der 110 PS-Diesel ohne 4Drive.

Der X-Perience kostet ab 28.750 Euro

Das Fahrwerk des Leon X-Perience ist um drei Zentimeter höher gelegt. Eine Beplankung aus schwarzem Kunststoff soll vor Kratzern schützen.

Mit diesem Konzept bietet er zumindest für die Seat-Kundschaft tatsächlich so manche neue Erfahrung. Doch wirklich neu ist die Idee natürlich nicht – auch innerhalb des VW-Konzerns. Schließlich feiert Skoda mit dem technisch absolut identischen Auto als Octavia Scout schon seit Jahren große Erfolge. Und nur ein paar Wochen nach dem Leon X-Perience wird auch noch der VW Golf Alltrack starten. Wobei der Seat erfahrungsgemäß günstiger sein dürfte – aber trotzdem nicht billig: Mit dem ab sofort lieferbaren Pfadfinder-Paket steigt der Preis um knapp 2000 auf mindestens 28.750 Euro. Und wer "einmal mit allem" bestellt, ist plötzlich bei knapp 40.000 Euro. 

Autor: Thomas Geiger

Stichworte:

Allradantrieb Kombi SUV

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