Seat Toledo Prototipo

Seat Toledo Prototipo

— 21.05.2004

Seats Flirt mit Renaults Heck

Seat prsentiert den Nachfolger des Toledo. Vorn und von der Seite ganz Altea, schickt er hinten einen freundlichen Gru nach Frankreich.

Neue Prioritt: "atemberaubendes Design"

Gutes besser zu machen ist gar nicht so einfach. Was also tun? Da weitermachen, wo man erfolgreich aufgehrt hat, zum Beispiel. So jedenfalls scheint der neue Seat Toledo entstanden zu sein, der jetzt auf der Madrider Motorshow als "Prototipo" prsentiert wird.

Front und Seitenlinie sind nahezu identisch mit dem Seat Altea. Das ist okay schlielich gewann der neuen Kompakte auf Golf-V-Basis bereits diverse Design-Awards. Das Heck jedoch lsst ein anderes Vorbild erkennen und das ist nicht unbedingt eines der erfolgreichsten seiner Art: Ausgerechnet der Renault Vel Satis scheint Pate gestanden zu haben fr das khn ausgeformte Hinterteil. Groe Stckzahlen konnten die Franzosen mit ihrer alternativen Oberklasse nie erzielen. Aber genau das soll der Toledo. Ob das klappt?

Vermutlich, denn gedeckt ist der Tisch ja schon: Renault Mgane, Scnic und Grand Scnic laufen wie geschnitten Brot. Alle drei stehen in einer Hecklinie mit dem Vel Satis. Scheint, als sei Seats bisheriges Vorbild Alfa Romeo am Verblassen. Nachdem die spanische VW-Tochter als sportlich-trendig etabliert ist, greifen die Gefolgsleute um Walter Da Silva jetzt nach hheren, franzsischen Weihen: "Atemberaubendes Design" lautet der neue Slogan auf Seats deutscher Homepage.

20 Zentimeter lnger als der Altea

Dem Toledo darf man das getrost bescheinigen. Aerodynamische Front, chromumrandetes, markantes Seat-Emblem, Klarglasscheinwerfer mit integrierten Blinkern, scheinbar nahtloser bergang von Motorhaube in A-Sule, groes Panoramadach ber fast die gesamte Fahrzeuglnge die Zutaten stimmen.

Auch innen: Navi-System mit groem Display, DVD-System mit Farbbildschirmen in den vorderen Kopfsttzen, Kofferraum mit 500 Liter Stauvolumen und zwei Ebenen, dazu eine riesige Ladeffnung, weil der obere Teil der Heckklappe weit ins Fahrzeugdach hineinragt.

Fnf Sitzpltze soll der neue Toledo bieten. Beim Prototipo sind es derzeit vier einzelne, schn verpackt in cognacfarbenes Leder. Mit 4,49 Metern ist er rund 20 Zentimeter lnger als der Altea. Hhe (1,58 zu 1,57 Meter) und Breite (beide 1,77 m) geben sich nichts. Auch leistungsmig zieht er nicht davon: Unter der Haube der Studie steckt der 2.0-FSI (150 PS) aus dem Konzernregal. Immerhin: Der Serien-Toledo bekommt ber die Altea-Motoren-Palette hinaus noch einen V6. Wann, hat Seat bislang nicht verraten.

Technisch setzen vor allem die Scheinwerfer Zeichen: Mit dem Bi-Xenon-Modul der vorderen Scheinwerfer lassen sich Abblend- und Fernlicht aus einer Lichtquelle erzeugen. Eine bewegliche Blende zwischen Linse und Lichtquelle regelt die Lichtverteilung. Die Technologie geht auf jeden Fall in Serie, verspricht Seat. Der Prototipo so wohl auch: Am Altea hat sich zwischen Studie und Serienmodell auch kaum etwas gendert. Mit Ausnahme der Scheibenwischer. Und die sitzen beim Toledo schon jetzt an der A-Sule.

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