Sechs Kleinwagen im Vergleich — 17.07.2009
Fährt der Polo an die Spitze?
Jetzt wird es ernst: Der neue VW Polo mit Benziner startet zum ersten großen Vergleich. Kann er sich gegen Hyundai i20, Renault Clio, Honda Jazz, Opel Corsa und Ford Fiesta behaupten?
Haben wir da nicht was verwechselt – fährt auf dem großen Foto etwa der
Golf? Nein, haben wir nicht, das dort oben ist der
neue Polo. Aber es stimmt, der Kleine blickt ganz ähnlich wie sein großer Bruder: energisch und entschlossen. Er kommt mit seiner Größe, seinem Auftritt und auch der Verarbeitung der Kompaktklasse sehr nah. Damit ist der
VW ein gutes Beispiel für die aktuellen Kleinwagen, die so groß und komfortabel sind wie nie zuvor. Egal ob die seit 2008 gebauten
Ford Fiesta und
Honda Jazz, die kürzlich renovierten
Hyundai i20 und
Renault Clio oder der
Opel Corsa (seit 2006). Alle sind um die vier Meter lang – so lang waren früher mal Kompakte.
Verzicht braucht bei modernen Kleinwagen niemand mehr zu üben
Verzicht braucht hier niemand mehr zu üben. Die sechs haben anständig Platz, sind gut ausgestattet, ESP ist an Bord, und nur
Fiesta und
Corsa fahren noch ohne Klimaanlage vor. Jetzt muss der Neuling aus Wolfsburg Farbe bekennen: Erstmals trifft der
Polo auf die Horde heißhungriger Gegner, die nur darauf warten ihn kräftig in die Waden zu beißen. Alle treten mit beliebten Benzinern an. Der VW mit 85 PS kämpft gegen den 90-PS-
Opel, der
Ford fährt mit 82 PS vor, der
Honda mit 90 PS, der
Hyundai mit 78 und der
Renault mit 75 PS. Ein ausgeglichenes Feld. Kann der neue
Polo wirklich alle überholen?
Wer den Vergleich gewonnen hat, erfahren Sie in der Bildergalerie. Den kompletten Artikel mit allen Tabellen und technischen Daten gibt es als Download im Heftarchiv.
Dirk Branke
Fazit
Kleinwagen haben diesen Namen längst nicht mehr verdient: Der Polo ist zum gediegenen Kompakten und Sieger gereift, der Jazz zum sympathischen Mini-Van gewachsen. Und der Fiesta bringt frischen Design-Schick in die Klasse. Da haben es die Kleinwagen im klassischen Sinn richtig schwer. Opel, Renault und Hyundai bestehen als preiswerte und ausgereifte Autos für den Alltag – aber die Konkurrenz hat sie überholt. Sagen wir also besser nie wieder: Na, ihr Kleinen ...
Kommentare zum Artikel (142)
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wie immer, Polo mag eine gute Verarbeitung / Qualität haben, aber Design ist Geschmacksache. Ich bin mit VW Polo und Honda Jazz gefahren, der Sitzkomfort ist beim Jazz sicherlich gleichwertig wenn nicht besser. Gerade der Honda Jazz verfügt über eine sehr genaue und knackige Schaltung, die dem Polo nichts nachsteht. Ja - wo liegt eigentlich der Vorteil vom bieder aussehenden Polo gegenüber dem Jazz ?
Ich less es mir garnicht weiter durch,hab mal rückwärts geklickt um den " Sieger " (meiner meinung nach jazz vor fiesta) zu sehen.Aber als das kam:Im Kofferraum baut VW ohne Aufpreis (!) einen doppelten Boden ein – zumindest ab Comfortline. ABLACHER!Wenn man schon das meiste für nen rollenden Duplostein bezahlen muss,sollte so ein kleines extra inklusive sein!
Der VW ist der teuerste, und der Wagen mit dem kleinsten Kofferraum. Der Motor vom Jazz ist besser, das Konzept dem des Polos an Variabilität um Welten voraus. Trotzdem gewinnt der Polo???? Typisch Autobild mit der Deutschen Scheuklappe.
Würde ein Polo in puncto Sparsamkeit, Transportkapazität und Zuverlässigkeit zu einem ähnlichen Preis das gleiche bieten wie - sagen wir mal - ein Honda Jazz, sicher wäre meine Wahl gerne auch auf diesen gefallen. Nicht unbedingt das Fahrgefühl, aber die 90 Prozent drumherum haben mir nach reiflicher Überlegung dem Japaner den Vorzug vor dem Rest geben lassen. Warum auch sollte ich mehr Geld für weniger Leistung bezahlen?
Was mich als langjährigen Fahrer eines Astra und später eines Golf aktuell hauptsächlich vom erneuten Kauf eines "deutschen" Autos abgehalten hat, ist die verpaßte Entwicklung in der Motorentechnik. Und da meine ich nicht nur die miserablen Verbrauchswerte, sondern auch die zu Lasten des Platzangebots im Innenraum gehende physische Präsens der germanischen Aggregate.