Sechs Spuren bringen Entlastung auf A1

Sechs Spuren bringen Entlastung

— 11.06.2003

Investitionen gegen Stau im Norden

Die Autobahnen im Norden leiden unter dem starken Reiseverkehr. Ein "Anti-Stau-Programm" soll Abhilfe schaffen.

Weitere Staus zum Ferienende

Baustellen und kilometerlange Staus kosteten Norddeutschlands Autofahrer am Dienstag (10.6.) viel Geduld. Schwerpunkt des stockenden Verkehrs war wieder einmal der Groraum Hamburg. Auf der A1 Richtung Sden staute sich der Verkehr vor zwei Baustellen am Kreuz Sd bereits am Morgen auf eine Lnge von 20 Kilometern bis nach Stapelfeld. Der Verkehr musste sich von drei Spuren auf eine einfdeln. Zahlreiche Pendler wurden von der Baumanahme kalt erwischt, obwohl diese bereits seit Monaten angekndigt ist. Gleiches galt fr den Verkehr Richtung Norden. Hier staute sich die Blechlawine zwischen dem Maschener Kreuz und der Anschlussstelle Harburg auf einer Lnge von acht Kilometern.

Die Einsatzzentrale der Hamburger Polizei rief dazu auf, die Grostadt im Westen zu umfahren: Autofahrer sollten ber die B205 zur Anschlussstelle Neumnster und dort auf die A7 schwenken. Aber auch auf dieser Autobahn gab es Staus allerdings Richtung Norden. Vor dem Elbtunnel standen die Fahrzeuge auf einer Lnge von neun Kilometern, im weiteren Verlauf zwischen Quickborn und Henstedt-Ulzburg noch einmal auf zehn Kilometern.

"Das war wirklich einer der schlimmsten Tage", meinte Ulrike Kozubik von der Verkehrsleitzentrale der Polizei, "hoffentlich geht die Woche so nicht weiter." Die Baustellen auf der A1 sollen nmlich noch bis Oktober andauern.

Licht am Ende des Stautunnels

Unterdessen gibt es fr Autofahrer Lichtblicke am Ende des Stautunnels: Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) hat die Ostseeautobahn A20 am Dienstag komplett in den "vordringlichen Bedarf" des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen. Damit seien in Schleswig-Holstein alle Voraussetzungen fr den zgigen Weiterbau der A20 geschaffen, sagte der Kieler Minister Bernd Rohwer (SPD). Auch mit dem Bau des Teilstcks zwischen Bad Segeberg und der A7 Flensburg-Hamburg knne zgig begonnen werden.

In Niedersachsen nimmt derweil das Anti-Stau-Programm Gestalt an. Verkehrsminister Walter Hirche (FDP), heute seit 100 Tagen im Amt, gab grnes Licht fr den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 1 zwischen dem Kreuz Lotte und der Anschlussstelle Osnabrck-Nord. Der Minister beauftragte das Niederschsische Landesamt fr Straenbau mit der Ausschreibung. Bereits im Oktober sollen die Arbeiten starten. Zunchst wird der Autobahnabschnitt in Richtung Sden auf sechs Spuren erweitert. Hirche verspricht: "Im Sommer 2006 ist Verkehrsfreigabe!" Sptestens im Sommer 2008 werde auch die Fahrbahn Richtung Norden fertig sein. 60 Millionen Euro kostet das Bauvorhaben.

Die Mittel stammen aus dem "Anti-Stau-Programm" des Bundes, das durch die ab Ende August geltende Lkw-Maut finanziert wird. Osnabrck ist eines von vier niederschsischen Autobahn-Projekten. Die anderen drei werden auf der Autobahn 7 realisiert. Insgesamt flieen 125 Millionen Euro aus dem Anti-Stau-Programm nach Niedersachsen. Hirche: "Davon profitiert auch unsere regionale Bauwirtschaft."

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