Sechszylinder-Limousinen im Vergleich

— 25.11.2010

Charakterfrage

Mit zwei vollkommen unterschiedlichen Philosophien treten die Newcomer Infiniti G37x und Volvo S60 T6 by Heico Sportiv gegen die etablierte Konkurrenz Audi S4, BMW 335i und Mercedes C350 CGI an. Wer bietet den meisten Sportsgeist?

Erfolgreicher Schritt in Richtung Zukunft oder traurige Duplizität der Ereignisse? Diese Frage wird Infiniti wohl noch einige Zeit beschäftigen. Schließlich steht die noble Nissan-Tochter anno 2010 genau dort, wo Lexus bereits 1990 war. Sie will in Europa Fuß fassen, mit insgesamt sechs Modellen den Kampf gegen etablierte Platzhirsche aus deutschen Landen aufnehmen. Wie? Mit so bewährten wie bekannten Mitteln: opulente Ausstattung, edles Flair, dazu ein Hauch Sportlichkeit und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Klingt verlockend, muss deswegen aber noch lange nicht von Erfolg gekrönt sein – denken Sie mal an Lexus. Den Optimismus lassen sich die Japaner dadurch aber nicht nehmen.

Überblick: Alle News und Tests zum Infiniti G37x

Kurven nimmt der Infiniti  mit relativ starker Seitenneigung in Angriff.

Kurven nimmt der Infiniti mit relativ starker Seitenneigung in Angriff.

Selbstbewsusst proklamieren sie ihren individuellen Stil und verheißen ein gehobenes Maß an Fahrdynamik. Schöne Wort, so sie denn auch zutreffen. Im Falle der Mittelklasselimousine G37 heißt dies: Kann der japanische Newcomer gegen Audi S4, BMW 335i und Mercedes C 350 CGI bestehen? Und wie schlägt er sich gegen den schwedischen Individualisten Volvo S60 T6 by Heico Sportiv? Den vollständigen Artikel finden Sie in AUTO BILD SPORTSCARS 12/2010 oder als Download im Heftarchiv.

Das Ergebnis des Vergleichs erfahren Sie oben in der Bildergalerie!

Technische Daten Audi BMW Infiniti
Motor V6, Kompressor R6, Turbo V6
Einbaulage vorn längs vorn längs vorn längs
Hubraum 2995 cm³ 2979 cm³ 3696 cm³
kW (PS) bei 1/min 245 (333)/5500-7000 225 (306)/5800 235 (320)/7000
Literleistung 111 PS/l 103 PS/l 87 PS/l
Nm bei 1/min 440/2900-5300 400/1200-5000 360/5200
Antriebsart Allrad Hinterrad Allrad
Getriebe 7-Gang-Doppelkupplung 6-Stufen-Automatik 7-Stufen-Automatik
Leistungsgewicht 5,4 kg/PS 5,3 kg/PS 5,5 kg/PS
Tankvolumen 64 l 63 l 80 l
Beschleunigung
0-100 km/h 5,0 s 5,6 s 6,1 s
0-200 km/h 18,7 s 19,8 s 23,1 s
Testverbrauch
Ø auf 100 km 12,8 l Super 10,5 l Super Plus 12,5 l Super Plus
Leergewicht 1807 kg 1617 kg 1775 kg
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (abgeregelt) 250 km/h (abgeregelt) 240 km/h (abgeregelt)
Preis Serienwagen 51.800 Euro 42.600 Euro 40.600 Euro
Technische Daten Mercedes Volvo
Motor V6 R6, Turbo
Einbaulage vorn längs vorn quer
Hubraum 3498 cm³ 2953 cm³
kW (PS) bei 1/min 215 (292)/6400 243 (330)/5300
Literleistung 83 PS/l 112 PS/l
Nm bei 1/min 365/3000-5100 460/2100-4500
Antriebsart Hinterrad Allrad
Getriebe 7-Stufen-Automatik 6-Stufen-Automatik
Leistungsgewicht 5,5 kg/PS 5,4 kg/PS
Tankvolumen 66 l 67,5 l
Beschleunigung
0-100 km/h 6,4 s 6,0 s
0-200 km/h 24,0 s 21,5 s
Testverbrauch
Ø auf 100 km 10,7 l Super 12,3 l Super Plus
Leergewicht 1620 kg 1793 kg
Höchstgeschwindigkeit 250 km/h (abgeregelt) 250 km/h (abgeregelt)
Preis Serienwagen 47.927 Euro 63.968 Euro
Autor:

M. Iglisch

Fazit

Es kann nur einen geben – und in dieser Klasse ist es mit weitem Abstand der Audi S4. Der Ingolstädter überzeugt auf ganzer Linie: knackiges Fahrwerk, grandioses Handling, bulliger Motor. Platz zwei geht nach München. Der BMW 335i bietet mit seinem famosen Antrieb ebenfalls reichlich Sportsgeist. Fahrwerkseitig geht er aber zu viele Kompromisse ein. Kraftvolle Optik und eine feudale Ausstattung sind die Vorzügedes Volvo. Trotz seiner kraftvollen Aufmachung ist der exklusive Schwede von eher entspanntem Wesen. Gehobener Fahrkomfort steht beim sehr gelungenen, aber nur wenig fahraktiven Mercedes im Vordergrund. Auch der Infiniti fährt lieber flott geradeaus. Auf der Rennstrecke konnte er sich nicht behaupten, im Alltag versprüht er dennoch reichlich Charme.

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Kommentare zum Artikel (123)

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cluhn
30.11.2010, 12:27Uhr

@michi: woher hast du diese zahlen? das ist unrealistisch, dass die testwagen um bis zu 40 ps nach oben streuen. für diese mehrleistung müsste man umfangreiche modifikationen an soft-/hardware vornehmen. 5-10 ps sind die regel. als pressefahrzeuge werden diejenigen genommen, die leistungsmäßig einige ps nach oben streuen. es werden keine extra fahrzeuge gebaut, die leistungsmäßig fast eine klasse höher liegen als der serienwagen.

sportler
30.11.2010, 09:22Uhr

also dieser Vergleichstest is echt mal komplet sinnlos xDD
der Benz und der Infinity sind keine Sportler, wollen es auch garnicht sein ...
der volvo hat den Motor QUER eingebaut... sagt eigentlich alles... nur ein hirnrissiger Versuch aus einem nicht sportler mit einem sondermodell einen sportler zu machen...
der BMW okay, die wollen Sportlich sein, aber die Preisdifferenz hätte wirklich noch n paar sportliche extras hergegeben ...
und der audi... hmmm ein sportwagen? wie kommts denn? ein sportwagen in einem vergleich für sportwagen? achso ja: er musste ja den test gewinnen können ;)

Stefan
30.11.2010, 07:01Uhr

Zum Thema "Gigantische Rabatte":
Schön wär´s! Aber in letzter Zeit mal bei BWM oder Audi auf dem Hof gewesen um ein Auto zu kaufen? Bei BMW geht es vergleichsweise zu wie auf einem südländischen Basar damit die Kisten vom Hof gehen. Spätestens bei Jahreswagen kennen die Herren nix mehr damit die Autos nicht im Lager festrosten. Schön für die "übliche" 3er Kundschaft... So steht denn auch der 335i in absehbarer Zeit regelmäßig vor McFit... :-)

Michi_335i
29.11.2010, 13:13Uhr

Der Allrad des Audi S4 mit Sportdiff derzeit einer der besten und sportlichsten Allradantriebe ist die man für Geld kaufen kann.

Fakt ist aber auch das man die Probanten von Audi und BMW mal auf nen Rollenprüfstand stellen sollte. Denn in der Realität kommen diese Fahrleistungen erst nach einem Tuning auf deutlich mehr Leistung an.

Die Pressewagen stehen oft erstaunlich (S4 370PS 335i 330 PS) gut im Futter und sorgen so für runtergeklappte Kinnladen. Deshalb finde ich diesen Vergleich wenig aussagekräftig, von der sportlichen Vergleichbarkeit der AB-Auswahl mal ganz abgesehen.

AX300
29.11.2010, 12:42Uhr

Die physikalischen Grenzen kann man nie aushelbeln, aber dennoch sie verschieben.
Beim Quattro(wie bei vielen Allrad-Konzepten) verteilt sich halt die Kraft variabel auf verschiedene Räder und Achsen. Das kann per Pedal und mit Zweiradantrieb nicht.
Ähnlich verhält es sich mit ESP. Dass anbremsen einzelner Räder in Kurven erhöht Kurvenstabilität und das lässt sich ohne ESP nicht machen. Wenn man Bremst dann alle vier Räder.
Die Physik lässt sich nicht aushelbeln aber ihren Grenzbereich erweitern

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