Sekundenschlaf

Sekundenschlaf

— 10.07.2002

Warnung, wenn die Augen blinzeln

BMW erprobt ein System, das die Gefahr des Sekundenschlafes verringern soll. Es reagiert auf Augenblinzeln.

Der Sekundenschlaf ist nach einer Studie des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bei 24 Prozent der tödlichen Autobahnunfälle die Ursache. Ein von BMW und der Uni Würzburg entwickelter Aufmerksamkeits-Assistent soll erkennen, wie wach oder müde ein Autofahrer ist.

So funktioniert das System in den "ConnectedDrive" genannten Fahrzeugen: Schaut der Fahrer nach vorne durch die Windschutzscheibe, fokussiert eine im Auto integrierte Kamera seine Augen. Die Kamera folgt automatisch den Kopfbewegungen des Fahrers. Auch wenn er sich kurz umgedreht hat, erfasst sie die Augen erneut.

Durch die Frequenz und Geschwindigkeit der Lidschläge sowie dem Öffnungsgrad der Augenlider erkennt das System den Grad der Wachsamkeit oder Müdigkeit des Fahrers. Fakt ist: Ein wacher Mensch macht grundsätzlich weniger Lidschläge, die aber sehr schnell sind. Je müder der Fahrer wird, desto mehr Lidschläge macht er und desto langsamer werden sie. Gleichzeitig verkleinert sich zunehmend der Öffnungsgrad der Augen. Erkennt das System, dass der Fahrer müde ist, gibt es ihm sofort eine entsprechende Rückmeldung über eine optische Anzeige. Zurzeit wird das System noch auf seine Alltagstauglichkeit geprüft. "Frühestens in fünf Jahren kann es zum Einsatz kommen. Das Ganze ist ein reines Forschungsthema und steckt noch in den Kinderschuhen", sagt BMW-Sprecher Tobias Nickel.

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