Senior am Steuer

Senioren am Steuer

— 18.12.2008

Grüne fordern Zwangstest

Für Autofahrer ab 60 wird es eng: Wer sich im Verkehr auffällig verhält, der soll künftig wieder zur Fahrprüfung. Das fordert die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen.

Senioren sollen künftig regelmäßig zum Fahrtest. Das fordern die Grünen. Ein Antrag der Bundestagsfraktion sieht vor, dass Autofahrer ab 60 Jahren zum Zwangstest müssen, wenn sie bereits einmal durch Unsicherheiten oder Fehler im Straßenverkehr aufgefallen sind. Hintergrund: Jeder dritte Autofahrer wird in elf Jahren älter als 60 sein. Die Grünen: "Fahrrelevante und altersbedingte Verschlechterungen der Leistungsfähigkeit älterer Autofahrer verlaufen fließend." Zwar könnten Senioren dieses Manko "bis zu einem gewissen Grad" durch Erfahrung und Anpassung ausgleichen – zum Beispiel keine Fahrten bei Dunkelheit, keine unbekannten Routen. Doch gelte dies nicht für physische Einschränkungen wie etwa den Schulterblick oder das Konzentrationsvermögen, also die Aufnahme und Verarbeitung von sicherheitsrelevanten Informationen.

Deshalb soll nach dem Willen der Grünen zunächst der Hausarzt ältere fahruntüchtige Patienten dazu bewegen, den Führerschein freiwillig abzugeben. Wer uneinsichtig ist und im Straßenverkehr auffällt, den wollen die Grünen zum Zwangstest schicken – "um gegebenenfalls die Fahrerlaubnis entziehen zu können".

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