Serie Fahr&Spar: Nachrüst-Kats

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Serie Fahr&Spar: Nachrüst-Kats

— 06.11.2005

Tuning fürs Portemonnaie

Zehn Millionen Autofahrer können kräftig Kfz-Steuern sparen. Und zwar mit Hilfe von Nachrüst-Kats.

Die Steuersätze im Überblick



Dieses Jahr ist Schluß mit Steuersparen – jedenfalls für alle Autohalter, die einen noch jungen Wagen mit der Schadstoffklasse Euro 4 fahren. Denn die Steuerbefreiung dafür endet am 31. Dezember 2005. Auch wenn das Auto zur Zeit noch steuerfrei läuft und vom Steuerfreibetrag (306 Euro für Benziner, 613 Euro für Diesel) rechnerisch noch etwas übrig ist, verfällt dieser Rest. Ein Fest für die Finanzminister der Länder, die die Kfz-Steuer kassieren.

Betroffene Autohalter können also schon mal rechnen: Der Hubraum des Autos (in angefangenen 100 Kubikzentimetern) multipliziert mit dem Steuersatz für Euro 4 (siehe Tabelle unten), das macht die Steuerforderung. Und die kann 2006 keinen Millimeter zurückgeschraubt werden, denn ein niedrigerer Steuersatz als Euro 4 ist derzeit nicht zu erreichen.

Doch für zehn Millionen Halter älterer Fahrzeuge sieht das ganz anders aus. Denn die meisten von denen zahlen dem Finanzamt immer noch freiwillig viel mehr Kfz-Steuer als eigentlich nötig. Gerade bei Benzinern gilt: Mit relativ geringem finanziellem Aufwand sind Steuerersparnisse von mehr als der Hälfte drin. 206+ Euro Kfz-Steuer im Jahr statt 423 Euro für eine Mercedes E-Klasse, 108 Euro statt 242 Euro für einen Opel Astra, 169 Euro statt 347 Euro für einen Audi A4 oder 95 Euro statt 196 Euro für einen VW Golf – ist das kein Wort?

Auch beim Diesel kann gespart werden

Weniger Geld für Vater Staat, drücken doch die gestiegenen Kraftstoffpreise kräftig genug auf die Brieftasche. Wie das geht? Durch einfache Nachrüstung mit einem Kit, der die Schadstoffnorm verbessert. Von Hersteller Twin-Tec gibt es den KLR (Kaltlaufregler, um 125 Euro plus Einbau), von HJS das System Euro TR2 (159 Euro inklusive Einbau).

Diese Sparlösungen gibt es für viele gängige Automodelle. Bei Exoten lohnt der Entwicklungsaufwand dagegen nicht. Die Systeme bringen in den meisten Fällen Autos von der Norm Euro 1 auf die Euro 2, was die Steuersätze mehr als halbiert. In einigen Fällen (etwa Golf und Astra) ist sogar der Aufstieg von Euro 1 nach D 3 (entspricht dem Steuersatz von Euro 4) möglich.

Je größer der Hubraum, desto größer ist die Ersparnis und desto schneller rechnet sich die Nachrüstung. Denn klar ist: Wer nachrüsten will, sollte seinen Wagen noch einige Zeit fahren. Die Beispiele in der Bildergalerie zeigen aber, daß sich der Einbau mitunter schon nach rund einem Steuerjahr gerechnet hat. Spätestens beim nächsten bestandenen TÜV sollte also in der Werkstatt nach der Nachrüstmöglichkeit und den fälligen Kosten gefragt werden. Nicht vergessen: Auch bei einem Weiterverkauf ist ein deutlich günstigerer Steuersatz ein geldwertes Argument.

Schärfer rechnen müssen Halter von Dieseln, denn bei denen klappt die steuersparende Normverbesserung nur nach Einbau eines neuen Upgrade-Kats. Obwohl die Umrüstung im Vergleich zu Benzinern stets teurer ist, kann sie sich auch beim Diesel rechnen. Beispiel: Ein VW Transporter (T4) mit 2,4-Liter-Diesel schafft es mit einem HJS-Kat auf Euro 1. Den Kosten von – laut HJS – 472 Euro steht eine jährliche Steuerersparnis von 246 Euro gegenüber, die Umrüstung rechnet sich also nach knapp zwei Jahren. Sie sind unschlüssig, ob der Spartrick für Ihr Auto auch klappt? Dann gilt: Schlau machen kostet nichts, kann aber viel bringen.

Hier bekommen Sie Nachrüst-Kats

Rund eine halbe Stunde braucht der Fachmann im Schnitt zur Nachrüstung des Reglers. Ein Eingriff in die Motor- oder sonstige Elektronik ist nicht nötig. Auch der vorhandene, intakte Katalysator kann weiter verwendet werden. Nach dem Einbau ist keine erneute Abgasuntersuchung (AU) fällig. Für den Eintrag in die Fahrzeugpapiere bei der Zulassungsstelle stellt die Werkstatt eine Einbaubestätigung aus. Der letzte Schritt führt zum Finanzamt, das den neuen Steuerbescheid ausstellt.

Zur Ermittlung einer Nachrüstlösung sind die Angaben im Fahrzeugbrief und Fahrzeugschein nötig. Wer sich telefonisch bei Anbietern schlau machen oder auf deren Internetseiten recherchieren will, sollte diese zur Hand haben. Sicher klären kann auch die Fachwerkstatt die Nachrüstmöglichkeit anhand des Motorkennbuchstabens des Fahrzeugs. Welche Fachwerkstatt in der Nähe mit den Anbietern zusammenarbeitet, ist telefonisch oder im Internet zu erfahren. Gibt es für ein Modell noch keine Nachrüstlösung, bieten einige Hersteller die Information über neu ins Programm genommene Modelle per E-Mail-Newsletter an.

Hier bekommen Sie Nachrüst-Kats: • Ernst Apparatebau, Wandhofener Straße 2, 58099 Hagen, Telefon 02331/ 3 60 00, www.ernst-hagen.de • HJS, Dieselweg 12, 58706 Menden, Telefon 02373/ 98 70, www.hjs.com • LRT Automotive, Impexstraße 5, 69190 Walldorf, Telefon 06227/ 6 36 92, www.lrt-automotive.de • Paul Wurm, Am Wildbädle 4, 70329 Stuttgart, Telefon 0711/ 42 00 71, www.wurmkat.de • Twin-Tec, Eduard-Rhein-Straße 21–23, 53639 Königswinter, Telefon 0180/ 5 67 00 12, www.twintec.de • Vitkus Abgastechnik, Heideland West 1, 24941 Jarplund-Weding, Telefon 0700/ 13 33 07 00, www.katshop.de

Autor: Roland Bunke

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