Serie: Produktion von Autoteilen

So entsteht ein Porsche-Scheinwerfer So entsteht ein Porsche-Scheinwerfer

Serie: Produktion von Autoteilen

— 01.03.2002

So entsteht ein Scheinwerfer

Die Leuchte des Porsche macht nicht nur Licht, sie hat auch eine eigene Wasserleitung.

Es werde Doppel-Licht

Die Zeiten, als ein Scheinwerfer aus den drei Teilen Lampe, Reflektor und Abdeckscheibe bestand, sind lange vorbei. Wer sich anschaut, wie bei Hella in Lippstadt ein Scheinwerfer für den neuen Porsche 911 entsteht, kann nur staunen. Scheinwerfer? Genau genommen handelt es sich um den Bi-Xenon-Scheinwerfer, der serienmäßig im Turbo eingebaut wird - und gegen Aufpreis (1769,63 Mark) auch in den anderen 911-Typen.

Bi-Xenon bedeutet, dass der Scheinwerfer Fern- und Abblendlicht aus nur einer Xenon-Lichtquelle erzeugen kann. Weil es sich um einen Projektionsscheinwerfer handelt, der wie ein Diaprojektor funktioniert, wird für Abblendlicht einfach eine Blende wie ein Dia in den Strahlenweg des Lichts geschoben. Die besitzt ein Gelenk und wird dann für Fernlicht mit einem Elektromagneten einfach weggeklappt.

Unterhalb der Projektorlinse sitzt außerdem ein Fernscheinwerfer mit einer kräftigen H7-Lampe. Im Dunkeln unterstützt der den Bi-Xenon nur marginal, aber am Tage kommt sein Auftritt als Lichthupe - um den Xenon-Brenner zu schonen. Grund: Kurze Zündungen dezimieren seine Lebensdauer drastisch.

Auflagen des Gesetzgebers

Doch damit ist die Ausrüstung des Porsche-Scheinwerfers noch nicht komplett aufgezählt, er beherbergt zusätzlich den Blinker und einen kleinen Nebelscheinwerfer an der Innenseite. Außerdem werden vom Gesetzgeber für Xenon-Scheinwerfer generell zwei weitere Maßnahmen verlangt.

Die eine steckt unter dem kleinen verchromten Deckel zwischen Haupt- und Nebellicht. Dort verbirgt sich eine Düse der Scheinwerfer-Reinigungsanlage. Die wird vom Wasserdruck ausgefahren, wenn die zuständige Pumpe arbeitet. Was bedeutet, dass innerhalb des Scheinwerfers auch Wasserleitungen verlegt sind - in unmittelbarer Nähe zu den Hochspannungskabeln der Xenon-Lampen, was gewisse Anforderungen an die Dichtheit der Anlage stellt.

Weiter ist vorgeschrieben, dass sich Xenon-Scheinwerfer automatisch an die Beladung anpassen, also die Leuchtweite selbst regeln. Porsche ist hier nicht kleinlich und baut gleich die dynamische Leuchtweiteregelung ein, die in Sekundenbruchteilen auch Bremstauchen und Anfahrbewegungen ausregelt. Ein schnelles Auto braucht eben auch schnelles Licht.

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