Kleine Chinesin auf Motorrad

Shanghai Auto Show 2013

— 18.04.2013

So bunt ist die China-Messe

Fernab von Weltpremieren und Neuheiten hat die Auto Shanghai noch weitere interessante Extreme zu bieten. Wir haben für Sie hinter die Kulissen der großen China-Messe geschaut.

Auf dieser Autoshow ist alles anders. Auch der Pressetag. Eigentlich gibt es Pressetage, um den Medien zu ermöglichen, die Neuheiten in Ruhe zu begutachten, zu fotografieren, zu filmen. Auf der IAA in Frankfurt ist das Gedränge schon groß, wenn Tausende Journalisten durch die Hallen drängen. Im Vergleich zu Schanghai ist der IAA-Pressetag aber eine Wellness-Oase. In China wandern ganze Familien von Stand zu Stand. Mutti, Papi, Oma, Opa, selbst Kleinkinder. Fotoapperate blitzen, wenn der vierjährige Yin hinters Steuer des Porsche 911 krabbelt. Hinter ihm stehen Erwachsene Schlange, um auch als cooler "Fahrer" in Muttis Handy-Kamera zu winken.

Auf einen Blick: Shanghai Auto Show 2013

Bloß nicht anstecken! Ein fast so wichtiges Accessoire wie die Eintrittskarten ist bei vielen Chinesen ein Mundschutz.

Es sind aber nicht nur private Sehleute, die die Hallen (über)füllen. Hier laufen mehr Polizisten, Sicherheitsbeauftragte, Evakuierungsmuckel und andere Uniformträger herum, als auf der Stuttgart-21-Demo. Einige chinesische Besucher fühlen sich neben den vielen Mitläufern trotzdem nicht sicher. Sie befürchten sich anzustecken, tragen deshalb Mundschutz. Das sieht aus wie im OP, hat aber den Vorteil, dass zumindest sie dem chinesischen "Brauch", nach Belieben in die Gegend zu spucken, nicht nachkommen.

Shanghai Auto Show: Die Tops und Flops der Redaktion

Die Messehallen in Schanghai sind am Pressetag ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Wo haben die nur alle ihre Akkreditierung her?

Aber diese Gepflogenheit hat seit Olympia zum Glück eh nachgelassen. Damals erließ der Staat extra ein Spuckverbot. Bis dahin musste man sich nämlich selbst in den mit Teppich ausgelegten Hallen vorsehen, im Gedränge Abstand zum Nebenmann zu nehmen, wenn der sich räusperte. Apropos Teppich – davon gibt's auf der Autoshow in Schanghai reichlich. Roten Teppich, um genau zu sein. Damit haben die Veranstalter nicht nur die Hallen, sondern sogar das Freigelände weiträumig ausgelegt. Wenn die zigtausend Quadratmeter am Ende der Ausstellung zusammengerollt werden, könnte Christo (Sie erinnern sich: der hat unter anderem den Reichstag verhüllt) wahrscheinlich ganz Liechtenstein damit einpacken.

Autor: Joachim R. Walther

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