Highlights aus Shanghai 2015

Shanghai Auto Show 2015: Messerundgang

— 20.04.2015

China ist SUV-Land

Mercedes Concept GLC Coupé, Audi Prologue Allroad, Citroën Aircross und Plug-in-Hybrid-Versionen von BMW X5 und Audi Q7 – das sind die Highlights aus Shanghai 2015!

Beliebter Deutscher: Der Audi Prologue Allroad gibt einen Ausblick auf den kommenden A6.

In China rollt die SUV-Welle: Die Chinesen lieben die erhöhte Sitzposition und rumpeln mit den robusten Kisten über aus dem Boden gestampfte Pisten. Allein in den ersten beiden Monaten des Jahres 2015 stiegen die Auslieferungen im SUV-Segment um schwindelerregende 46 Prozent. Bis 2025 soll ein Drittel aller Autos im Reich der Mitte unter die Kategorie SUV fallen. Logisch, dass sich dieser Trend auch auf der Shanghai Auto Show widerspiegelt – SUVs und Crossover an fast jedem Stand. Und weil der chinesische Markt so unverhofft hohe Zulassungszahlen bei Sports Utility Vehicles abwirft, wollen auch die deutschen Hersteller den Chinesen mit neuen Modellen den Mund wässrig machen, was ihnen hervorragend gelingt. Egal ob bei Audi, BMW, Mercedes oder VW: Es herrscht Gedränge bei den deutschen Automarken, während sich das Interesse an den übrigen Ständen in Grenzen hält.

Der Mercedes GLC Coupé sorgt für großes Interesse

Video: Mercedes GLC Coupé (Shanghai 2015)

Studie zum künftigen Crossover

Mercedes stellt die Coupé-Variante des kommenden GLC auf den Drehteller. Ähnlich wie 2013 beim GLE Coupé enthüllen die Schwaben in China zunächst das Concept Car. Das Blechkleid des GLC Coupés ist deutlich weniger kantig als das des Vorgängers GLK und steht hoch über der Straße. Audis dritte Prologue-Variation trägt den Beinamen Allroad und haut wie der GLC in die Crossover-Kerbe. Mit 77 Millimetern mehr Bodenfreiheit, beplankten Radläufen und einer trotz des Kombi-Kofferraums elegant niedrigen Dachlinie passt das Concept Car ins chinesische Beuteschema. Zudem zeigt der Allroad erste Designkniffe, die beim nächsten A6 (ab 2017) in Serie gehen werden.

Als Plug-in-Hybride sollen Dickschiffe umweltfreundlich werden

Erst mal nur für Fernost: der Plug-in-Hybride Audi Q7 e-tron mit 2,0-Liter-Vierzylinder und 367 PS.

Auch die beiden ausgewachsenen Hybrid-Dickschiffe BMW X5 xDrive 40e und Audi Q7 2.0 TFSI e-tron entsprechen der Mode und paaren SUV-Größe mit sparsamen Antrieben. Während der BMW X5-PHEV auch für Europa vorgesehen ist, wird der Audi Q7 mit seinem Zwei-Liter-Vierzylinder-Benziner vorerst nur auf dem asiatischen Markt zu haben sein. Seine 367 PS Systemleistung sorgen für durchaus prestigeträchtige Fahrleistungen: In 5,9 Sekunden geht's auf Tempo 100, Schluss ist erst bei 220 km/h. Citroën hat den Aircross im Gepäck. Die feurig-rote Studie sieht aus wie ein hochgelegter Cactus und könnte einen Ausblick auf das erste eigene SUV der Franzosen geben (ab 2019). Für eine zeitgemäße Hybrid-Motorisierung ist ebenfalls gesorgt: Der Aircross ist auf ein Motorenteam bestehend aus 218-PS-Verbrenner und 95-PS-E-Motor ausgelegt. Volvo schließlich setzt mit dem edlen XC90 Exellence ein Zeichen bei den Luxus-SUVs.
Sitzprobe VW C Coupé GTE

Auch chinesische Hersteller präsentieren neue SUV-Modelle

Bei Beijing-Hyundai kündigt sich die nächste Generation des chinesischen Serien-Tucson an.

Und die chinesischen Hersteller? Die präsentieren – zum Teil mit Hilfe der Europäer – neue Modelle und Konzepte im robusten SUV-Look, wie das Zinoro Concept, das auf dem BMW X3 basiert. Bei Beijing-Hyundai steht die Tuscon-Studie, die die nächste Generation des chinesischen Serien-Tucson ankündigt. Für den einheimischen Markt spielt der Tuscon eine gewichtige Rolle: Mit 171.000 verkauften Modellen lag der Tucson 2014 auf Platz drei der SUV-Kassenschlager (hinter dem 316.000-mal verkauften Hover H6 und dem Shanghai-VW Tiguan mit 249.000 verkauften Exemplaren).

Und sonst? Das Thema autonomes Fahren ist in China angekommen. Mit Selbstfahr-Studien wie dem C-Lab @ant3.0 oder dem MG iGS sind erstmals chinesische Entwicklungen in Sachen selbstpilotierende Autos mit von der Messe-Partie. Zudem läuft die Entwicklung von volldigitalen Cockpits und Connectivity auf Hochtouren. Viele chinesische Hersteller haben Sitzkisten mitgebracht, die mit großen Touchscreens zugepflastert sind. Die Menübedienung funktioniert auf vertraute Art und Weise: tippen, ziehen, wischen und zoomen. Auf Grund des asiatischen Know-Hows könnte dieser Bereich in Zukunft noch schneller wachsen und vielleicht sogar das Aushängeschild der fernöstlichen Automobilindustrie werden.

Autor: Peter R. Fischer

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