Radar verhindert jeden dritten Autobahn-Auffahrunfall

Sicherheits-Technologie

— 12.06.2008

Radar verhindert Crashs

Elektronik rettet Leben: Abstandsmessung per Radar kann mehr als ein Drittel aller Auffahrunfälle auf der Autobahn vermeiden, weisen Unfallforscher von Mercedes nach.

Ein verschworenes Duo: Die Superhelden der Gegenwart heißen Distronic Plus und Bremsassistenz Plus – und sie packen beherzt zu. Immer dann, wenn man auf der Autobahn zu dicht am Vordermann klebt, oder wenn im Nebel und bei Dunkelheit der Abstand gefährlich verkürzt wird, melden sich die elektronischen Spürhunde. Per Radar messen sie die Distanz zum vorausfahrenden Auto, warnen bei Unterschreitung des Sicherheitsabstands und treten notfalls auch mal selbst auf die Bremse. Zu Recht, wie Unfallforscher von Mercedes nun beweisen: 20 Prozent aller Auffahrunfälle können die Radar gesteuerten Abstandswahrer vermeiden. Auf der Autobahn ist der Erfolg noch größer: Hier verhindern Distronic Plus und Bremsassistent Plus mehr als ein Drittel aller Crashs, die durch Unterschreiten des Sicherheitsabstands entstehen. Bei einem weiteren Viertel der Unfälle mildern die elektronischen Chauffeure die Folgen beträchtlich.
Anzeige

Werkstattsuche

Finden Sie die passende Werkstatt

  • Preise vergleichen
  • Kundenbewertungen ansehen
  • Termine online buchen


Für die Analyse wurden rund 800 Auffahrunfälle auf deutschen Straßen ausgewertet. In Deutschland ereignen sich jährlich über 50.000 schwere Auffahrkollisionen. Dabei werden rund 5700 Menschen getötet oder schwer verletzt. Jeder sechste Verkehrsunfall mit Personenschaden zählt zur Kategorie der Auffahrunfälle. In den USA hat dieser Unfalltyp sogar einen Anteil von rund 30 Prozent an allen schweren Verkehrsunfällen.

So sieht der Radarsensor aus, der bei Mercedes in der S-Klasse den Abstand zum Vordermann misst.

Mercedes-Benz bietet die radargestützten Assistenzsysteme seit 2005 in der S-Klasse und seit 2006 im Luxuscoupé CL an. Rund 40 Prozent der deutschen Neuwagenkunden statten ihre S-Klasse mit dieser Sicherheitstechnologie aus; in der CL-Klasse beträgt die Ausrüstungsquote für Distronic Plus und Bremsassistent Plus sogar über 80 Prozent. Insgesamt hat Mercedes-Benz seit 2005 über 45.000 Automobile mit diesen innovativen Systemen an Kunden ausgeliefert. Wann auch kleinere Fahrzeuge mit dem System ausgestattet werden können, mag man bei Mercedes nicht prognostizieren. Bis zu einer "Demokratisierung" der teuren Technik, wie es ein Sprecher ausdrückt, können aber noch gut einige Jahre vergehen. Der logische nächste Schritt wäre ein Einbau des Assistenten in die C-Klasse – doch das ist vorläufig nicht vorgesehen.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.