Sicherheits-Technologie — 12.06.2008
Radar verhindert Crashs
Elektronik rettet Leben: Abstandsmessung per Radar kann mehr als ein Drittel aller Auffahrunfälle auf der Autobahn vermeiden, weisen Unfallforscher von Mercedes nach.
Für die Analyse wurden rund 800 Auffahrunfälle auf deutschen Straßen ausgewertet. In Deutschland ereignen sich jährlich über 50.000 schwere Auffahrkollisionen. Dabei werden rund 5700 Menschen getötet oder schwer verletzt. Jeder sechste Verkehrsunfall mit Personenschaden zählt zur Kategorie der Auffahrunfälle. In den USA hat dieser Unfalltyp sogar einen Anteil von rund 30 Prozent an allen schweren Verkehrsunfällen.
Mercedes-Benz bietet die radargestützten Assistenzsysteme seit 2005 in der S-Klasse und seit 2006 im Luxuscoupé CL an. Rund 40 Prozent der deutschen Neuwagenkunden statten ihre S-Klasse mit dieser Sicherheitstechnologie aus; in der CL-Klasse beträgt die Ausrüstungsquote für Distronic Plus und Bremsassistent Plus sogar über 80 Prozent. Insgesamt hat Mercedes-Benz seit 2005 über 45.000 Automobile mit diesen innovativen Systemen an Kunden ausgeliefert. Wann auch kleinere Fahrzeuge mit dem System ausgestattet werden können, mag man bei Mercedes nicht prognostizieren. Bis zu einer "Demokratisierung" der teuren Technik, wie es ein Sprecher ausdrückt, können aber noch gut einige Jahre vergehen. Der logische nächste Schritt wäre ein Einbau des Assistenten in die C-Klasse – doch das ist vorläufig nicht vorgesehen.
































