Sicherheitssysteme von Saab

Sicherheitssysteme von Saab

— 05.11.2007

Früher Weckruf

Einmal zuviel geblinzelt, schon kommt der Alarm. Saab arbeitet an einem Sicherheitssystem, das bereits reagiert, bevor es zu Fahrfehlern und damit zu Unfällen kommt.

Saab entwickelt ein neues Warnsystem für Autofahrer, das Müdigkeit und Unaufmerksamkeit am Steuer bereits in ihren Anfangsstadien erkennt. Treten erste Symptome nachlassender Aufmerksamkeit auf, alarmiert das System den Fahrer mit einer Kombination aus optischen und akustischen Signalen sowie Vibrationen im Sitzpolster. Die Schweden halten eine präventive Lösung für sinnvoller als Systeme, die erst bei einem nicht angekündigten Spurwechsel – wie zum Beispiel bei Citroën mit dem Spurhalteassistenten AFIL – eingreifen. Und so funktioniert das Saab System: Zwei Infrarot-Minikameras im Cockpit – eine am Fuß der A-Säule auf Fahrerseite und eine in der Mitte des Armaturenbretts – sind auf die Augen des Fahrers gerichtet. Von einer speziellen Software werden die Bilder analysiert.

Sobald die Bewegung der Augenlider die Anzeichen von beginnender Müdigkeit zeigen oder der Fahrer sein Blickfeld nicht auf die Straße vor ihm richtet, wird Alarm ausgelöst. Die Infrarot-Kameras funktionieren Tag wie Nacht  – und sogar, wenn der Fahrer eine Sonnenbrille trägt. Blinzelt der Fahrer oft und hält dabei die Augen länger als normal geschlossen, wird ein Alarm in drei Stufen ausgelöst: Erst optisch durch eine Anzeige "Müde?". Dann folgt die akustische Frage "Sind Sie müde?". Reagiert der Fahrer dann immer noch nicht, folgt eine lautere akustische Warnung, gleichzeitig muss der Fahrer einen Reset-Knopf drücken, um die Funktion zu unterbrechen.

Zwei unachtsame Sekunden reichen für eine Warnung

Die Kameras registrieren außerdem die Bewegungen der Pupillen und des Kopfes. Sobald der Blick des Fahrers von der "Hauptaufmerksamkeitszone" – also seinem Sichtfeld der Windschutzscheibe – abschweift, beginnt ein Timer zu zählen. Richtet der Fahrer seinen Kopf und seine Augen nicht binnen zwei Sekunden geradeaus, vibriert der Sitz. Stimmt die Blickrichtung wieder mit der Fahrtrichtung des Autos überein, erlischt die Funktion vorerst. Die Technik soll dabei so ausgelegt sein, dass das System merkt, ob der Fahrer tatsächlich unaufmerksam ist oder die Blickrichtung wegen des Verkehrsgeschehens ändert. Ein Blick in den Rück- oder Seitenspiegel löst also keine Vibrationen im Polster aus. Derzeit laufen die Tests für das Frühwarnsystem. In Serie gehen könnte es einem Sprecher zufolge in der nächsten oder übernächsten Generation der Saab-Modelle, also in zwei bis zehn Jahren.

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