Bilder: Verkehrstote 2011: Zahl steigt

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Sieben Prozent mehr Verkehrstote

— 15.12.2011

Traurige Bilanz 2011

Erstmals seit 20 Jahren steigt die Zahl der Verkehrsopfer 2011 wieder an. Besonders unfallträchtig waren Landstraßen, berichtet das Statistische Bundesamt.

(dpa/sb) Auf deutschen Straßen sterben 2011 erstmals seit 20 Jahren wieder mehr Menschen als im Vorjahr. Die Zahl der Verkehrstoten wird nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamts bis zum Jahresende voraussichtlich auf 3900 steigen. Das wären rund sieben Prozent mehr als 2010. Jeden Tag kommen damit durchschnittlich elf Menschen im Straßenverkehr ums Leben – ein Toter mehr als 2010. Allerdings ist die Gesamtzahl der Verkehrstoten immer noch die zweitniedrigste seit Einführung der Statistik 1953, wie die Behörde in Wiesbaden berichtet. Bei den Verletzten ist ebenfalls ein Anstieg um etwa fünf Prozent auf 389.000 gegenüber dem Vorjahr zu erwarten.

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Die Zahl aller erfassten Unfälle wird dagegen voraussichtlich leicht sinken – um rund zwei Prozent auf etwa 2,35 Millionen. Damit nehmen die Unfälle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, binnen Jahresfrist voraussichtlich um rund fünf Prozent auf 303.000 zu. Den stärksten Anstieg tödlicher Unfälle gab es auf den Landstraßen. Nach genaueren Erhebungen, die erst für die ersten drei Quartale vorliegen, waren es 8,8 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Weniger tödliche Unfälle sehen die Fachleute nur auf den Autobahnen: In den ersten neun Monaten betrug das Minus im Jahresvergleich sechs Prozent. In den Städten und Dörfern des Landes ließen dagegen mehr Verkehrsteilnehmer ihr Leben. Die Zahl tödlicher Unfälle nahm innerorts im Vergleichszeitraum um mehr als vier Prozent zu.     

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Eine besonders starke Zunahme stellten die Statistiker bei der Zahl der getöteten Fußgänger fest – in den ersten neun Monaten waren es 375 und damit fast 25 Prozent mehr als 2010. Überdurchschnittlich hoch war der Anstieg auch bei Motorradfahrern und bei Jugendlichen. Allein in den ersten drei Quartalen kamen 91 Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren auf deutschen Straßen ums Leben. Das waren 17 mehr als im Vorjahr. Bei den Kindern unter 15 Jahren waren es dagegen 22 weniger. Bei Senioren über 65 Jahren lag der Anstieg etwa bei 7,5 Prozent. Auch bei den Motorradfahrern stieg die Zahl der Unfallopfer: Ein im Vergleich zum Vorjahr milder Jahresanfang habe zwar zu weniger Unfällen, aber mehr Toten und Verletzten geführt, so die Statistiker. "Der warme und trockene Frühling hat die Zweiradsaison früh beginnen lassen." Damit seien mehr schlecht geschützte Motorradfahrer unterwegs gewesen.

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