Sieben Standard-Versicherungen

Sieben Standard-Versicherungen

— 02.03.2002

Urlaub, aber sicher

Versicherungscheck vor Reisebeginn: Was ist nötig? Wer hilft wann? Was kostet was?

Vorsicht ist besser als Nachsicht

In schönster Urlaubslaune ans Schlimmste denken? Bloß nicht. Doch weil weder Autopanne noch Kofferklau oder Rippenbruch auszuschließen sind, empfiehlt sich die Risiko-Vorsorge. Denn wer sich vorausschauend absichert, hat im Fall des Falles nicht das Nachsehen. Schon sieben Versicherungen reichen, um gegen fast jede Reisepanne gewappnet zu sein.

Ganz oben auf der Liste steht für Autoreisen ins Ausland die grüne Versicherungskarte. Es gibt sie kostenlos zur Kfz-Versicherung. Sie ist der internationale Haftpflichtnachweis und muss für die bereisten Länder gültig sein. In Polen, Bulgarien und der Türkei gehört sie für die Einreise sogar zwingend ins Handschuhfach. "Bis zu 1000 Mark Bußgeld werden fällig, wenn die grüne Karte nicht dabei ist", sagt Rolf Jung vom Bundesverband deutscher Versicherungskaufleute.

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Nicht fehlen sollte ein Autoschutzbrief. Bei vielen Haftpflichtversicherungen ist er inklusive, kostet sonst nur ein paar Mark. Damit sind Pannen-, Abschlepp- oder Rückreisekosten abgedeckt. Auch ein Krankenrücktransport gehört oft dazu, ist aber in der Regel an die Reise mit dem versicherten Auto gekoppelt (nicht bei HUK oder den Clubschutzbriefen von ACE, ADAC, AvD). Wer lieber bis an sein Urlaubsziel fliegt, braucht für Krankheitsfälle deshalb eine Auslandsreise-Krankenversicherung . Die kostet zwischen zehn und zwanzig Mark pro Jahr und springt ein, wenn der Auslandskrankenschein nicht akzeptiert wird oder teure Arztkosten von der Krankenkasse nicht erstattet werden.

Mallorca-Police inklusive

Eine Deckungslücke kann es auch bei Mietwagen-Tarifen geben. "Wer am Urlaubsort mit seinem Leihwagen einen Unfall baut, hat oft nur minimalen Versicherungsschutz", weiß Gebhard Sanne, Vorstand der A&O Autoversicherung in Oldenburg. Folge: Der Unfallverursacher haftet für teure Reha-Kosten oder Rentenzahlung mit seinem Privatvermögen. "Davor schützt eine Mallorca-Police, die bei uns zur Autohaftpflicht mit dazugehört", sagt Gebhard Sanne.

Wer regelmäßig mit dem eigenen Auto ins Ausland fährt, ist mit einer Auslands-Schaden-Schutzpolice gut beraten. Bei einem unverschuldeten Unfall im Ausland wird der Schaden so abgewickelt, als wäre er in Deutschland passiert. Die eigene Versicherung reguliert den Schaden vorab und holt sich die Kosten von der ausländischen Versicherung zurück. Mühsame Streitereien vor Ort oder nachträglich von zu Hause entfallen.

Unverzichtbar sollte vor allem in Familienhaushalten die private Haftpflicht sein. Ob der Golfball im Kronleuchter landet oder unachtsam über die Straße gelaufen wird - hier hilft die Versicherung. Aber: Alte Verträge haben manchmal keine weltweite Gültigkeit. Deshalb unbedingt vorher klären, ob auch im Urlaubsland die Haftpflicht gilt. Zuletzt der Klassiker, die Hausratversicherung. Hausrat im Urlaub? Richtig, denn auch Gepäck gehört zum Hausrat. Wird es aus verschlossenen Hotelzimmern geklaut oder unter Androhung von Gewalt geraubt, so ist auch das kein Drama, sondern hoffentlich versichert.

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